Städtepartnerschaft zwischen Karlsruhe und Krasnodar auf Eis

04. März 2022 , 16:30 Uhr

Karlsruhe (pm/dpa/lk) – Wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine setzt Karlsruhe offizielle Kontakte zur Partnerstadt Krasnodar in Südrussland aus. In der aktuellen Situation sei es für Oberbürgermeister Frank Mentrup unvorstellbar, die durch die Städtepartnerschaft geschaffenen „Brücken und Anker der Zuversicht, des Vertrauens und des Friedens weiter zu nutzen“, heißt es in einer Meldung. Jubiläen ließen sich keine feiern, offizielle Kontakte nicht pflegen und Delegationsbesuche nicht planen.

Offizielle Kontakte zu Krasnodar ausgesetzt

In einem Schreiben an seinen Amtskollegen Andrej Alexejenko habe Mentrup die Fassungslosigkeit, das Entsetzen und die Bestürzung über den „nicht tolerierbaren Verstoß Russlands gegen das Völkerrecht“ zum Ausdruck gebracht und ihn als „unseren in Freundschaft verbundenen Partner an die für uns unumstößlichen Werte von Frieden, Freiheit, Demokratie, Volks- und Staatssouveränität“ erinnert. Mentrup habe Alexejenko und die Menschen in Krasnodar aufgerufen, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten für Frieden und gegen Gewalt einzusetzen.

Persönliche Kontakte fortführen

Bürgerinnen und Bürger Krasnodars sowie andere Russinnen und Russen seien immer als Freunde willkommen, heißt es in Mentrups Schreiben weiter. Er hoffe, dass Kontakte und Projekte zwischen Institutionen und Initiativen – etwa der Krankenhäuser, Berufsschulen, Kultur- und Sportorganisationen – und die vielen persönlichen Freundschaften zwischen den Menschen der beiden Städte fortgeführt werden „und wir alle die Chance auf eine friedliche Zukunft haben werden“.

Mahnwache am Sonntag auf dem Marktplatz

Die Millionenstadt Krasnodar liegt rund 1.200 Kilometer südlich von Moskau und nahe der von Russland annektierten Halbinsel Krim. Die Städtepartnerschaft besteht den Angaben nach seit drei Jahrzehnten. Am Sonntag um 17 Uhr soll Mentrup bei einer Mahnwache unter dem Motto „Karlsruhe steht zusammen: Solidarität mit der Ukraine!“ eine Ansprache halten. Geplant ist dabei auch ein Auftritt des Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth.

https://www.die-neue-welle.de/display-news/solidaritaet-mit-der-ukraine-demonstrationen-auch-im-suedwesten

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