Stadt Rheinstetten spricht Klartext: So geht es mit dem Seegugger weiter!

07. Mai 2026 , 14:35 Uhr

Rheinstetten (dk) – Erst vor wenigen Tagen hat der Seegugger am Epplesee sein Comeback gefeiert. Nach dem Brand im vergangenen Jahr läuft der Betrieb aktuell nur provisorisch. Jetzt ist klar: Die Stadt Rheinstetten plant bei der künftigen Verpachtung nicht mehr mit dem bisherigen Pächter Harald Sieder.

Der aktuelle Vertrag endet im Oktober

Der Pachtvertrag für die Gastronomie am Seegugger läuft noch bis zum 15. Oktober 2026. Danach soll für Harald Sieder Schluss sein. Das hat die Stadt Rheinstetten in einer Mitteilung erklärt.

Sieder war viele Jahre Pächter des Kult-Biergartens am Epplesee. Im September vergangenen Jahres war das Gebäude fast komplett abgebrannt. Zum 1. Mai hat der Seegugger wieder geöffnet – allerdings nur mit einer Übergangslösung, mit Bar und Imbisswagen.

Schon vor der Wiedereröffnung hatte Sieder im neue welle Gespräch gesagt, dass noch offen sei, wie es nach dieser Saison weitergeht. Er kritisierte damals einzelne Punkte im Vertrag und sagte, dass er sich ein Weitermachen nur vorstellen könne, wenn diese geändert werden.

Die Stadt sucht einen neuen Pächter

Die Stadt Rheinstetten bereitet inzwischen die Zeit nach dem aktuellen Vertrag vor. Dafür läuft ein Bewerbungsverfahren. Mehrere Interessenten haben sich gemeldet.

Am Ende entscheidet der Gemeinderat, wer den Seegugger künftig pachten soll. Nach Angaben der Stadt haben sich mehrere Bewerberinnen und Bewerber bereits nichtöffentlich im Gemeinderat vorgestellt. Vorher habe es Gespräche mit Oberbürgermeister Sebastian Schrempp gegeben.

Der Gemeinderat hat daraus drei Bewerber ausgewählt. Mit ihnen will die Verwaltung in den kommenden Wochen weiter sprechen.

Noch steht nicht fest, wer übernimmt

Wer den Seegugger ab 2027 betreibt, ist noch offen. Auch die genauen Bedingungen für den neuen Pachtvertrag stehen laut Stadt noch nicht fest. Dazu gehört auch die Frage, wie die notwendigen neuen Bauten finanziert werden.

Klar ist aber das Ziel der Stadt: Bis zum Start der nächsten Saison im Mai 2027 sollen am bisherigen Standort neue bauliche Anlagen fertig sein. Dort soll dann wieder eine Gastronomie öffnen, die vom Umfang und von der Ausrichtung her mit dem bisherigen Seegugger vergleichbar ist.

Warum Sieder nicht mehr im Rennen ist

Auch mit Harald Sieder gab es laut Stadt mehrere Gespräche. Dabei habe er Ideen und Planungen vorgestellt. Die Stadt schreibt, dass er deshalb auch eingeladen wurde, sein Konzept im Gemeinderat vorzustellen.

Diese Vorstellung hat Sieder nach Angaben der Stadt aber kurzfristig abgesagt. Auch nach einer Nachfrage von Oberbürgermeister Sebastian Schrempp blieb es bei der Absage.

Die Begründung laut Stadt: Sieder wollte sich erst im Gemeinderat vorstellen, wenn einzelne Regelungen aus dem alten Pachtvertrag geändert werden.

Die Stadt sagt dazu, dass rechtlich nichts im bestehenden Vertrag dagegen gesprochen hätte, dass Sieder sein Konzept im Gemeinderat vorstellt und am Auswahlverfahren teilnimmt.

Stadt: Bedingungen konnten so nicht erfüllt werden

Nach Darstellung der Stadt konnten die von Sieder genannten Bedingungen nicht erfüllt werden. Einige Punkte hätten durch den Brand im vergangenen Jahr keine Bedeutung mehr gehabt. Andere Punkte hätten nicht im alten Vertrag geändert werden können oder erst dann, wenn feststeht, wer den Seegugger künftig pachtet.

Eine vorzeitige Verlängerung des laufenden Pachtvertrags war laut Stadt nicht vorgesehen. Als Grund nennt die Stadt unter anderem, dass einzelne Vertragsregeln überarbeitet werden müssen und die Vergabe rechtlich korrekt ablaufen muss.

Weil Sieder seine Vorstellung im Gemeinderat abgesagt hat und seine Bedingungen aus Sicht der Stadt nicht erfüllt werden konnten, kommt er für Gemeinderat und Verwaltung nicht mehr als geeigneter Kandidat infrage.

So sieht der Plan für den Seegugger aus

Für diese Saison läuft der Seegugger nach dem Brand weiter provisorisch. Gäste können also wieder an den Epplesee kommen, auch wenn noch nicht alles so ist wie früher.

Für die Zeit danach will die Stadt eine dauerhafte Lösung finden. Es soll faire Bedingungen für Pächter und Stadt geben. Außerdem sollen die neuen Anlagen die Vorgaben beim Bau- und Brandschutz erfüllen.

Sobald feststeht, wer den Seegugger künftig übernimmt, will die Stadt die Öffentlichkeit informieren.

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