Pforzheim (pm/dk) – Jetzt geht’s los: Mit dem offiziellen Spatenstich ist der Startschuss für den Umbau des Areals „Alter Friedhof | Ehemalige Stadtgärtnerei“ zum neuen Quartierspark in der Oststadt gefallen. Auf 24.000 Quadratmetern entsteht künftig ein Ort der Begegnung – nachhaltig, inklusiv und zukunftsorientiert.
„Es freut mich sehr, dass wir heute doch noch hier stehen und diesen Spatenstich feiern dürfen. Aber wie sagt man so schön, alle guten Dinge sind drei. Denn im Zuge der dritten Tranche des Bundes-Förderprogramms „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel – Klima- und Transformationsfonds“ konnte unsere Projektskizze überzeugen“, so Oberbürgermeister Peter Boch.
Er nutzte die Gelegenheit für einen Dank: „An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich auch im Namen meines Kollegen Tobias Volle herzlich bei unseren Bundestagsabgeordneten zu bedanken, die sich einmal mehr für Pforzheim eingesetzt haben.“
Auch Baubürgermeister Tobias Volle betont: „Der lange Atem hat sich gelohnt. Der neue Park wurde unter den Gesichtspunkten Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu einem modernen und zukunftsfähigen Projekt entwickelt. Auf das Ergebnis dürfen sich die Bürgerinnen und Bürger, aber auch ich mich ganz persönlich, sehr freuen.“
Nach der Fertigstellung soll das umgestaltete Areal den Namen „Siegbert Frank Park“ tragen. Damit wird dem Wunsch aus den Reihen des Gemeinderats entsprochen, den ehemaligen Ersten Bürgermeister der Stadt Pforzheim zu würdigen.
Das Projekt wird gemeinsam mit dem Planungsbüro Planstatt Senner umgesetzt, das auch den Bewerbungsprozess zur Landesgartenschau in Pforzheim begleitet hat.
Auf der Fläche in der Oststadt soll ein nachhaltiger Quartierspark entstehen, der Aufenthaltsqualität und Erinnerungskultur verbindet. „Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt, die sich in zahlreichen Beteiligungsformaten mit Wünschen und Vorschlägen einbringen konnten, haben wir mit den finalen Entwürfen ein nachhaltiges und gleichzeitig inklusives und sozial orientiertes Projekt in die Umsetzung gebracht“, so Boch.
Besonders prägend bleiben die historischen Elemente des Areals. „Dabei bilden die alten Friedhofsmauern sowie Grab- und Denkmäler aus kultureller Sicht ein besonderes Highlight. Dieser Umstand zeigt einmal mehr, dass Historie und zukunftsorientierte, klimafreundliche Gestaltung hervorragende in Einklang gebracht werden können. So bleibt eine bedeutende innerstädtische Grünfläche erhalten, die Aufenthaltsqualität und Erinnerungskultur vereint“, ergänzt Tobias Volle.
Der Weg zum Spatenstich war lang: Nachdem zwei Bewerbungen im Jahr 2020 sowie eine weitere 2021 im Rahmen des Bundesförderprogramms abgelehnt worden waren, brachte der dritte Anlauf im Oktober 2022 den Erfolg. Pforzheim wurde als Projektkommune ausgewählt und erhielt eine Fördersumme von bis zu 3.655.000 Euro.
Bereits 2017 hatte der Gemeinderat grundsätzlich grünes Licht für den Umbau gegeben, 2023 folgte der finale Beschluss. Anschließend wurden der Bebauungsplan geändert und eine europaweite Ausschreibung durchgeführt, die das Planungsbüro Planstatt Senner für sich entschied.
Nach notwendigen Fachgutachten sowie umwelt- und denkmalschutzrechtlichen Beurteilungen fasste der Gemeinderat im Dezember 2024 den Baubeschluss. Der Zuschlag an die Fachfirma erfolgte im November 2025.