Sonderleerung - wird so das Karlsruher Müllproblem gelöst?

07. Februar 2024 , 16:30 Uhr

Karlsruhe (pm/dk) – Stinkende Mülltonnen und stinkige Bürger – das waren zuletzt die Auswirkungen des Karlsruher Müll-Problems. Wir haben nach ersten Hörermeldungen damals über die Müllberge berichtet – jetzt geht die Stadt das Problem an und zeigt der neuen Firma, zumindest einmalig, wie der Müll geleert wird.

Neue Firma ist das Problem

Mit einer Sonderleerung von Wertstofftonnen wird das Team Sauberes Karlsruhe (TSK) die Karlsruher Bevölkerung unterstützen, um die kritische Situation bei der Wertstoffsammlung zu entschärfen. Zum Jahreswechsel ist die Verantwortung für die Wertstoffsammlung von der Stadt Karlsruhe zur Entsorgungsfirma Knettenbrech + Gurdulic (K+G) übergegangen. Auftraggeber sind die Betreiber der Dualen Systeme. Seither haben sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger an TSK und an die Stadt Karlsruhe gewandt, da ihre Wertstofftonnen nicht geleert wurden.

Besondere Belastung

Jene Wertstofftonnen, deren Standplatz nicht den Kriterien der Abfallentsorgungssatzung entsprechen und die nur über Treppen erreichbar oder weiter als in 15 Meter Entfernung zum Fahrzeugstandort abgestellt sind und deshalb von K+G nicht mitgenommen wurden, wird TSK im Februar leeren. Der Personalrat des TSK hat der einmaligen Abholung zugestimmt. Die einmalige
Leerung durch die TSK-Mitarbeitenden stellt eine besondere Belastung neben ihren eigentlichen Aufgaben dar. Die Stadt Karlsruhe und das TSK möchten mit diesem kurzfristigen Einsatz die
Karlsruher Bürgerinnen und Bürger unterstützen und den entstandenen Unmut in der Bevölkerung verringern.

Unternehmen soll Leerung im gleichen Standard durchführen

In der aktuellen Pressemeldung der Entsorgungsfirma weist K+G auf die Vorgaben des Vollservices und die satzungskonformen Standplätze hin. Die bei der Stadt und beim TSK eingehenden
Beschwerden über nicht geleerte Wertstofftonnen gehen allerdings über spezifische Probleme beim Vollservice weit hinaus. Hier fordert die Stadt eine Lösung von K+G und umgehende Leerung
der nicht abgeholten Behälter ein. Die Stadt Karlsruhe und das TSK sind weiterhin bestrebt, eine pauschale Lösung mit K+G zu finden, damit das Unternehmen die Wertstoffsammlung im gleichen Standard durchführt, wie dies bis Ende 2023 durch TSK erfolgte. In Kürze findet ein weiterer Abstimmungstermin zwischen TSK und K+G statt, um Lösungsansätze für den Vollservice zu besprechen.

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