Ganz Baden-Württemberg ist Risikogebiet:

So schützt ihr euch vor FSME und Borelliose

25. März 2025 , 03:22 Uhr

Region (pm/dk) - Mit den steigenden Temperaturen erwacht nicht nur der Frühling, sondern auch die Zecken werden wieder aktiv. Besonders in Baden-Württemberg und der Südpfalz gibt es zahlreiche FSME-Risikogebiete. Experten raten daher zur rechtzeitigen Impfung und Vorsorgemaßnahmen, um sich vor gefährlichen Krankheiten wie Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose zu schützen.

Warum ist FSME gefährlich?

FSME ist eine Viruserkrankung, die durch Zeckenstiche übertragen wird. Sie kann schwere Entzündungen des Gehirns und der Hirnhäute verursachen. In seltenen Fällen kann die Infektion tödlich verlaufen. Besonders problematisch: Es gibt keine spezielle Therapie gegen FSME, nur eine Impfung schützt zuverlässig. Laut Gesundheitsminister Manne Lucha reicht bereits eine Grundimmunisierung mit zwei Impfungen aus, um einen ersten Schutz aufzubauen. Eine dritte Impfung nach einem Jahr komplettiert den Impfschutz.

FSME-Risikogebiete in Baden-Württemberg

Laut dem Robert-Koch-Institut sind nahezu alle Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg FSME-Risikogebiete – mit Ausnahme des Stadtkreises Heilbronn. Die ersten Fälle in diesem Jahr wurden bereits im Januar aus Böblingen und Heidelberg gemeldet. Eine Übersicht über alle deutschen Risikogebiete findet ihr HIER.

Borreliose – eine unterschätzte Gefahr

Während es gegen FSME eine Impfung gibt, ist das bei Borreliose nicht der Fall. Die durch Bakterien verursachte Erkrankung kann das Nervensystem, Gelenke und das Herz schädigen. Jährlich erkranken in Deutschland schätzungsweise über 100.000 Menschen daran. Ein typisches Anzeichen ist eine kreisförmige Rötung um die Einstichstelle sowie grippeähnliche Symptome. Wird Borreliose früh erkannt, kann sie mit Antibiotika behandelt werden.

So könnt ihr euch schützen

Neben der FSME-Impfung gibt es einfache Maßnahmen, um Zeckenbisse zu vermeiden:

Ein Tipp vom Apothekerverband: Wer von einer Zecke gebissen wurde, kann diese mit einem Klebestreifen auf einem Blatt Papier fixieren und das Datum notieren. Falls später Krankheitssymptome auftreten, kann die Zecke im Labor analysiert werden.

Rechtzeitig impfen lassen

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die FSME-Impfung für alle, die in Risikogebieten leben oder sich häufig in der Natur aufhalten. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten der Impfung in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Wer sich schützen möchte, sollte sich frühzeitig mit seinem Arzt oder Apotheker beraten, um die Zeckensaison sicher zu überstehen.

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