Enzkreis/Pforzheim (pm/dk) -Am Samstagvormittag könnte es laut werden: In Pforzheim und vielen Gemeinden im Enzkreis werden am 25. April die Sirenen getestet. Um 11 Uhr startet ein groß angelegter Probealarm.
Zwischen 11 Uhr und 11.05 Uhr löst die Integrierte Leitstelle Pforzheim-Enzkreis die Sirenen per Funk aus. Ziel ist es, die technische Einsatzbereitschaft der Anlagen zu überprüfen. Für die Bevölkerung besteht dabei keine Gefahr.
Zum Ablauf:
Um 11 Uhr ist ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton zu hören. Dieses Signal würde im Ernstfall auf eine unmittelbare Gefahr hinweisen. Fünf Minuten später, um 11.05 Uhr, folgt ein einminütiger Dauerton – er steht für Entwarnung.
Die Sirenen werden nicht nur in Pforzheim zu hören sein. Auch zahlreiche Gemeinden im Enzkreis beteiligen sich am Warntag, darunter zum Beispiel Mühlacker, Neuenbürg, Remchingen oder Straubenhardt. Es ist davon auszugehen, dass die Signale auch über die Stadtgrenzen hinaus wahrnehmbar sind.
Parallel dazu werden in vielen Orten auch Testwarnungen über die Warn-App NINA verschickt. Eine Warnung über Cell Broadcast ist beim städtischen Test in Pforzheim allerdings nicht vorgesehen.
In Pforzheim selbst sind aktuell nicht alle Anlagen einsatzbereit. Die Stadt erneuert derzeit an mehreren Standorten die Sirenentechnik für rund 300.000 Euro. Deshalb bleiben einige Sirenen beim Test stumm, unter anderem an der Nordstadtschule, auf dem Buckenberg, an der Hachelallee, in der Offenburger Straße und am Hohberg.
Im Enzkreis wird der Warntag zusätzlich für eine Übung genutzt: In Heimsheim und Tiefenbronn sind Lautsprecherfahrzeuge der Feuerwehr unterwegs. Sie fahren durch die Straßen und geben im Rahmen einer Übung Warnmeldungen und Verhaltenstipps durch.
Sirenen sind nur ein Teil des Warnsystems. Im Ernstfall informiert die Leitstelle die Bevölkerung auch über Lautsprecherdurchsagen, Warn-Apps wie NINA, Radio, Fernsehen und Internetseiten.
Wichtig ist laut den Behörden: Im Ernstfall Ruhe bewahren, Türen und Fenster schließen und sich über offizielle Kanäle informieren. Die Notrufnummern 110 und 112 sollen nur bei akuten Notfällen gewählt werden.
Mit dem Probealarm soll nicht nur die Technik getestet werden. Ziel ist es auch, die Bevölkerung für den Ernstfall zu sensibilisieren – etwa bei Naturgefahren, Bränden oder Unfällen mit gefährlichen Stoffen.