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Sicherer Schulweg: Polizei appelliert an Autofahrer zu besonderer Vorsicht

09. August 2026 , 12:09 Uhr
Mit dem Schulbeginn am Montag startet für viele Kinder in Rheinland-Pfalz ein neuer Lebensabschnitt. Zahlreiche Erstklässlerinnen und Erstklässler legen ihren Schulweg erstmals eigenständig zurück – zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Bus. Damit wächst auch die Verantwortung aller Verkehrsteilnehmenden.

Polizei bittet um Rücksicht

Kinder nehmen den Straßenverkehr anders wahr als Erwachsene. Sie können Geschwindigkeiten und Entfernungen häufig noch nicht zuverlässig einschätzen, haben aufgrund ihrer Körpergröße ein eingeschränktes Sichtfeld und reagieren oft spontan. Dadurch sind sie im Straßenverkehr besonders gefährdet.

Die Polizei appelliert deshalb an alle Verkehrsteilnehmenden in der Umgebung von Schulen und auf Schulwegen besonders aufmerksam und rücksichtsvoll zu fahren. Reduziert eure Geschwindigkeit, seid jederzeit bremsbereit und rechnet damit, dass Kinder unvermittelt auf die Fahrbahn treten. Zudem sollten Gehwege, Fußgängerüberwege und Ampelbereiche niemals zugeparkt oder blockiert werden, da freie Sicht entscheidend zur Sicherheit beiträgt.

Tipps der Polizei

Die Präventionsexpertinnen und -experten des Landeskriminalamts Rheinland-Pfalz empfehlen Eltern, den Schulweg bereits vor dem ersten Schultag gemeinsam mit ihrem Kind einzuüben. Dabei hat sich das Prinzip „Vormachen, erklären – vormachen lassen, erklären lassen“ bewährt. In den ersten Schulwochen kann es sinnvoll sein, Kinder auf ihrem Schulweg zu begleiten und ihr Verhalten im Straßenverkehr zu beobachten.

  • Wählt den sichersten und nicht zwingend den kürzesten Schulweg (möglichst mit Fußgängerampeln oder Zebrastreifen). – Übt mit eurem Kind das richtige Verhalten beim Überqueren der Straße: Am Bordstein anhalten, nach links und rechts schauen und erst losgehen, wenn alle Fahrzeuge tatsächlich stehen – auch bei grüner Ampel.
  • Sensibilisiert eurer Kind für Gefahren an Ein- und Ausfahrten sowie auf Parkplätzen.
  • Sorgt Sie für gute Sichtbarkeit durch helle Kleidung oder reflektierende Elemente, insbesondere in den Morgenstunden und während der dunklen Jahreszeit.
  • Lasst Kinder nur mit einem verkehrssicheren Fahrrad und einem passenden Fahrradhelm am Straßenverkehr teilnehmen.

„Elterntaxis“ können zur Gefahr werden

Auch das Bringen der Kinder mit dem Auto sollte gut überlegt sein. Fahrzeuge, die unmittelbar vor Schulen halten oder wenden, führen häufig zu unübersichtlichen und gefährlichen Verkehrssituationen. Die Polizei empfiehlt daher, Kinder möglichst zu Fuß zur Schule gehen zu lassen. Ist die Fahrt mit dem Auto unvermeidbar, sollte das Kind in ausreichender Entfernung zur Schule an einer geeigneten und sicheren Stelle aussteigen.

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