Etwa so groß wie zwölf Fußballfelder

Deutschlands größte schwimmende Photovoltaik-Anlage in Bad Schönborn eingeweiht

21. Oktober 2024 , 09:39 Uhr

Strom erzeugt sie schon länger, jetzt ist sie eingeweiht: Auf dem Philippsee in Bad Schönborn befindet sich Deutschlands größte schwimmende Photovoltaik-Anlage. Es ist nicht die erste im Südwesten. Zur Einweihung war Ministerpräsident Winfried Kretschmann dort.

Zwölf Fußballfelder groß

Etwa so groß wie zwölf Fußballfelder – Deutschlands derzeit größte schwimmende Photovoltaik-Anlage wird in Bad Schönborn eingeweiht. Sie schwimmt auf dem Philippsee und produziert bereits seit August Strom. Aber erst heute ist die offizielle Einweihung mit Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Staatsekretärin Franziska Brantner.

In Spitzenzeiten kann die 60 Hektar große Solaranlage 15 Megawatt produzieren. Der Strom fließt zunächst in das Kieswerk am Baggersee. Was dann noch überschüssig ist, geht ins allgemeine Stromnetz.

Kretschmann war da

«Damit die Energiewende gelingt, müssen wir alle verfügbaren Potenziale ausschöpfen. Dazu gehören auch schwimmende Photovoltaikanlagen», sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann  bei der Einweihung. Das Land werde nicht nachlassen, optimale Rahmenbedingungen für solche Projekte zu schaffen. Die Anlage war seit 2021 geplant worden; Baubeginn war Mitte Februar dieses Jahres.

Sie ist nicht die erste dieser Art im Südwesten. In Baden-Württemberg gibt es bereits schwimmende Solarmodule auf einem Baggersee in Renchen im Ortenaukreis und auch in Ostrach (Kreis Sigmaringen). An Baggerseen werden oftmals Kieswerke betrieben, die viel Strom benötigen. Solche Seen gelten als gut geeignet, um dort große schwimmende Photovoltaikanlagen zu betreiben. Außerdem werden damit Landflächen geschont.

PV-Floatinganlagen im Trend

Schwimmende Plattformen mit Photovoltaik-Anlagen sind gerade im Trend. Schließlich sind Seen nichts weiter als riesige schattenfreie Flächen – perfekt für die Gewinnung von Sonnenenergie. Bereits in Durmersheim wurde auf einem See eine große PV-Floatinganlage gebaut. Die Stadt Waghäusel plant ebenfalls eine. Demnächst soll in Cottbus eine noch größere Anlage als die in Bad Schönborn in Betrieb gehen.

Doch was Menschen nicht stört, kann Tiere nerven. Immer wieder hat es im Zuge der Planung Ärger mit Umweltschutzvorschriften gegeben. Die geben vor, mit wie viel Quadratmetern maximal die See-Oberfläche bedeckt werden darf. Gleichzeitig gibt es das Argument, daß mehr Solarzellen natürlich auch mehr erneuerbare Energie liefern. Zumal Photovoltaik-Anlagen erst ab einer bestimmten Größe überhaupt wirtschaftlich rentabel sind.

 

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