Mainz (dpa/tk) – Nach seiner überraschend deutlichen Niederlage sieht SPD-Ministerpräsident Alexander Schweitzer aus Bad Bergzabern die Gründe vor allem in Berlin – und in Stuttgart. «Die Niederlage in Baden-Württemberg wurde mir auch in den Rucksack gelegt», sagte Schweitzer.
Der abgewählte rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer sieht auch im Abschneiden der SPD in Baden-Württemberg einen Grund für seine eigene Schlappe. Die Sozialdemokraten hatten vor zwei Wochen im Südwesten mit 5,5 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl überhaupt hinnehmen müssen.
Die SPD werde auch jetzt den Kopf nicht in den Sand stecken. «Wir werden in dem Stil, in dem wir Wahlkampf gemacht haben, weiter Verantwortung übernehmen.»
«Ich hatte aber oft das Gefühl, wir rennen gegen einen Berg an», sagte Schweitzer im ZDF-«heute journal» auch mit Blick auf die Bundes-SPD. «Nicht alle Ursachen dieses Ergebnisses liegen in Rheinland-Pfalz. Das ist eine Rückmeldung, die ich aus vielen Teilen des Landes heute Abend bekomme.»
Die CDU ist bei der Landtagswahl klar stärkste Kraft geworden. Nach dem vorläufigen Ergebnis des Landeswahlleiters kam die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Gordon Schnieder auf 31,0 Prozent. Die seit 35 Jahren in Rheinland-Pfalz regierende SPD kam auf 25,9 Prozent.
Die AfD erreichte von allen Parteien die höchsten Zuwächse und erreichte mit 19,5 Prozent ihr bisher bestes Ergebnis in einem westdeutschen Bundesland. Die bislang an der Ampel-Regierung beteiligten Grünen erhielten 7,9 Prozent der Stimmen. Die FDP verpasste mit 2,1 Prozent den Wiedereinzug in den Mainzer Landtag. Die Linke scheiterte mit 4,4 Prozent.