Schwarzenbachtalsperre wird abgelassen: Stausee bei Forbach bleibt bis Oktober trocken

26. März 2026 , 12:38 Uhr

Forbach (pm/dk) – Die Schwarzenbachtalsperre bei Forbach wird zum vierten Mal in ihrer Geschichte vollständig entleert. Grund sind Revisionsarbeiten an der Staumauer, die für die sichere Inbetriebnahme des neuen Pumpspeicherkraftwerks notwendig sind. Für Besucherinnen und Besucher kann es in den kommenden Monaten auch zu Wegsperrungen kommen.

Vierte vollständige Entleerung seit Bestehen

Die Talsperre fasst rund 14 Millionen Kubikmeter Wasser. Nach den Jahren 1935, 1952 und 1997 wird der Wasserspiegel nun erneut komplett abgesenkt. Anfang April soll der Stausee vollständig trocken sein.

Bevor das Becken leer ist, wird der Fischbestand in umliegende Gewässer umgesetzt.

Talsperre bleibt bis Oktober trocken

Bis Oktober 2026 sind an der Staumauer mehrere Arbeiten geplant. Verschlussvorrichtungen werden erneuert, Beton- und Metallteile instandgesetzt. Außerdem entstehen im Uferbereich neue Strukturen, die Fischen später als Lebens- und Rückzugsräume dienen sollen.

Nach Abschluss der Arbeiten wird die Talsperre wieder mit Fischen besetzt.

Wasser kann sich braun färben

Niederschlag und Zuflüsse werden während der Bauarbeiten über den Schwarzenbach und die Raumünzach umgeleitet. Dabei können aufgewirbelte Sedimente das Wasser braun färben. Eine Gefährdung besteht laut Mitteilung nicht.

Wege können zeitweise gesperrt werden

Während der Arbeiten kann es zu temporären Sperrungen einzelner Uferwege und auch des Weges über die Talsperre kommen. Das Becken selbst darf während der Bauzeit nicht betreten werden.

Der Grund: Der schlammige Untergrund ist nicht tragfähig. Schon leichtes Einsinken kann dazu führen, dass man sich nicht mehr selbstständig befreien kann. Vor Ort wird deshalb darum gebeten, die Hinweise zu beachten.

Wichtig für das neue Pumpspeicherkraftwerk Forbach

Die Schwarzenbachtalsperre ist das zentrale Oberbecken für das Rudolf-Fettweis-Werk und soll diese Funktion auch nach Fertigstellung des neuen Pumpspeicherkraftwerks Ende 2027 weiter erfüllen.

Die Genehmigung für das neue Kraftwerk läuft bis zum 1. Januar 2090. Damit soll die klimafreundliche Stromerzeugung aus dem Schwarzwald langfristig gesichert werden.

Pumpspeicher sollen Energiewende stützen

Pumpspeicherkraftwerke spielen laut Mitteilung eine wichtige Rolle für die Energiewende. Sie können flexibel und bedarfsgerecht Strom erzeugen und so Schwankungen bei Wind- und Solarenergie ausgleichen. Das soll auch zur Stabilität der Stromnetze und zur Versorgungssicherheit beitragen.

Anzeige
EnBW Energiewende, Forbach Pumpspeicherkraftwerk Forbach Rudolf-Fettweis-Werk Schwarzenbachtalsperre Schwarzwald Staumauer Stausee entleert Wegsperrungen

Das könnte Dich auch interessieren

26.03.2026 Winter-Comeback im Schwarzwald: Einige Skilifte starten wieder Schwarzwald (dpa/dk) - Weiße Hänge Ende März: In Teilen Baden-Württembergs ist der Winter noch einmal zurück. Vor allem im Schwarzwald hat es ordentlich geschneit. Für Wintersportler sind das überraschend gute Nachrichten, denn einige Skilifte nehmen am Wochenende wieder den Betrieb auf. 26.03.2026 «Schwarzwald Marie» findet den Mann fürs Leben Baiersbronn dpa/tk) - Die Playmobil-Figur mit dem Bollenhut bekommt einen Partner: Fans haben per Abstimmung den Plastikboy Hannes zum Bräutigam gewählt. 25.03.2026 EnBW erzielt gutes operatives Ergebnis im Geschäftsjahr 2025 Karlsruhe (pm/tk) - Die EnBW blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Das starke operative Ergebnis unterstreicht die breite und zukunftsorientierte Aufstellung des Energieversorgers. 24.03.2026 Leiche in Schwarzenbachtalsperre entdeckt - Polizei prüft Vermisstenfall Forbach (dpa/tk) - In der Schwarzenbach-Talsperre finden Passanten eine tote Frau. Die Polizei prüft, ob es sich um eine seit Längerem vermisste Person handelt.