Schüsse auf Linienbus und LKW, außerdem Drogenfunde

25. Juni 2020 , 15:11 Uhr

Calw/Karlsruhe (pol/lk) – Der Polizei in der Region sind gleich drei mutmaßliche Drogendealer ins Netz gegangen. Zunächst konnten Beamten in Dobel Schüsse auf die Scheiben zweier Linienbusse und eines LKW aufklären. Anschließend fanden sie bei einer Wohnungsdurchsuchung des mutmaßlichen Täters Drogen. Und auch in Karlsruhe fanden Polizisten in der Wohnung eines Pärchens eine Indoor-Cannabis-Plantage.

Schüsse auf Linienbusse und LKW

Bereits am 30. März ging bei der Polizei in Bad Herrenalb die Meldung ein, dass ein Unbekannter kurz hintereinander auf die Scheiben zweier Linienbusse in Dobel geschossen habe. Verletzt wurde dabei niemand. Die Einschläge ließen auf eine Luftdruckwaffe schließen. Am Abend des 15. Juni wurde dann erneut in der Neuenbürger Straße geschossen. Diesmal traf es die Windschutzscheibe eines 35-Jährigen Lkw-Fahrers. Der Mann blieb ebenfalls unverletzt. Und erneut lagen Hinweise vor, dass mit einer Luftdruckwaffe geschossen wurde.

Waffen und Drogen gefunden

Die Ermittlungen der Polizei ergaben dann einen Tatverdacht gegen einen 26-jährigen Mann. Am Mittwoch wurde seine Wohnung durchsucht. Dabei wurden neben der Tatwaffe samt Munition drei weitere Softairwaffen gefunden. Bei einer ersten Befragung gab er die Schüsse auf die Fahrzeuge zu. Das Motiv ist noch unklar. Die Beamten fanden bei der Durchsuchung zufällig aber noch mehr: Mehrere Cannabispflanzen in einer Indoor-Plantage, konsumierfertiges Marihuana, Amphetamin von mehr als 50 Gramm sowie Verpackungsmaterialien und Konsumutensilien. Der 26-Jährige muss mit mehreren Anzeigen rechnen.

Drogen auch in Karlsruher Weststadt

Eine Wohnungsdurchsuchung gab es am Mittwochmittag auch in der Karlsruher Weststadt. Nach Hinweisen von Anwohnern, dass auf dem Balkon eines Pärchens verdächtige Pflanzen angebaut und gepflegt würden, rückte gegen 12:10 Uhr die beamten an. In der Wohnung in der Lameystraße förderten die Polizisten 25 Cannabisstauden, rund 250 Gramm Marihuana, kleine Mengen LSD, Amphetamin und Ecstasy sowie Feinwaagen und Verpackungsmaterialien zu Tage. Der Fund legt den Verdacht nahe, dass die 26-jährige Bewohnerin und ihr 42-jähriger Freund seit geraumer Zeit Drogen anbauen und auch weiterverkaufen. Ihnen droht ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts des Anbaus und Handeltreibens mit nicht geringen Rauschgiftmengen.

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