Karlsruhe (pm/svs) – 32 Tage voller Licht, Projektionen und Medienkunst: Die SCHLOSSLICHTSPIELE 2026 sind am Sonntagabend zu Ende gegangen. Gemeinsam mit der Open-Air-Ausstellung „Media Art is here“ lockte der Karlsruher Medienkunstsommer rund 300.000 Menschen an.
Die diesjährigen SCHLOSSLICHTSPIELE standen unter dem Motto „Lightyard Stories. Visionen urbaner Lebensräume“. Auf der 170 Meter breiten Schlossfassade waren mehrere neue Shows von internationalen Künstlerinnen und Künstlern zu sehen.
Dabei ging es unter anderem um Architektur, das Zusammenleben in der Stadt und um Friedrich Weinbrenner. Der Karlsruher Stadtbaumeister stand in seinem 200. Todesjahr bei zahlreichen Veranstaltungen im Mittelpunkt.
Parallel dazu brachte die Ausstellung „Media Art is here“ Medienkunst an verschiedene Orte im Stadtgebiet. Dazu gehörten der Marktplatz, der Schlossgarten und der Alte Flugplatz in der Nordstadt.
Die Besucher konnten Medienkunst in ganz unterschiedlichen Formen erleben. Neben den großflächigen Projektionen am Schloss gehörten dazu unter anderem eine zweite Pyramide auf dem Marktplatz und ein klingendes Metronom im Wald.
Zu den Höhepunkten auf der Schlossfassade zählten außerdem das Ergebnis der diesjährigen ZKM Summer School unter dem Titel „TIME³ X !lli“, ein Beitrag über bedrohte maritime Lebensräume mit Unterstützung des Naturkundemuseums sowie die Show „On Fire“ zum 100-jährigen Jubiläum der Berufsfeuerwehr Karlsruhe.
Die Gewinnerarbeit des dm-Awards verband eine Projektion auf dem Schloss mit Skulpturen im Garten des Prinz-Max-Palais.
Alistair Hudson, wissenschaftlich-künstlerischer Vorstand des ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe, zieht ein positives Fazit:
„Mit „Lightyard Stories“ haben wir in diesem Jahr gezeigt, wie eng Medienkunst und städtischer Raum miteinander verwoben sind“
Hudson weiter:
„Die Projektionen haben auch im Weinbrenner-Jahr wieder neue Blickwinkel auf Architektur eröffnet und uns daran erinnert, dass eine Stadt vor allem durch ihre Orte der Begegnung lebt. Die Schlosslichtspiele tragen dazu auf besondere Weise bei: Sie bringen internationale künstlerische Perspektiven mit einem Publikum zusammen, das sich jeden Sommer aufs Neue vor dem Schloss versammelt – kostenlos und zugänglich für alle“
Nach Angaben der Veranstalter wirkte sich der Medienkunstsommer auch auf die Innenstadt aus. An verschiedenen Messstellen sei die Passantenfrequenz im Durchschnitt um rund 30 Prozent gestiegen.
Außerdem hätten sich Besucher länger in der Stadt aufgehalten. Besonders deutlich sei der Effekt am Abend mit Beginn der Dämmerung gewesen.
Martin Wacker, Geschäftsführer der Karlsruhe Marketing und Event GmbH, sagt:
„Karlsruhe hat eindrucksvoll gezeigt, dass die ganze Stadt nicht nur Bühne, sondern ebenso Leinwand und Galerie sein kann“
Weiter erklärt er:
„Wenn die Akteurinnen und Akteure der Karlsruher Stadtgesellschaft, wie etwa die KME, das ZKM, das Kulturamt und viele weitere so eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten, dann gelingt es uns, Erlebnisse zu schaffen, welche jedes Jahr aufs Neue begeistern und nicht nur Menschen aus Karlsruhe und der Region, sondern auch Gäste von weither zu uns nach Karlsruhe bringen“
Unterstützt werden die SCHLOSSLICHTSPIELE auch vom Freundeskreis Schlosslichtspiele Karlsruhe e.V. Dieser war im vergangenen Jahr gegründet worden und sammelt Spenden und Fördermitgliedschaften.
In diesem Sommer ermöglichte das Engagement unter anderem die audiovisuelle Installation „Echo einer Ordnung“ in der Evangelischen Stadtkirche am Marktplatz.
Auch der Termin für das kommende Jahr steht bereits fest: Die SCHLOSSLICHTSPIELE 2027 sollen vom 12. August bis zum 13. September stattfinden.