Pforzheim (pm/dk) – Premiere in Pforzheim: Das Schiller-Gymnasium ist als erste Schule der Stadt mit dem Titel „Fairtrade School“ ausgezeichnet worden. Gewürdigt wird damit das Engagement der Schulgemeinschaft für fairen Handel, Nachhaltigkeit und verantwortungsbewussten Konsum.
Auf dem Weg zur Auszeichnung hat das Schiller-Gymnasium verschiedene Projekte umgesetzt. Dazu gehört unter anderem der Verkauf fair gehandelter Produkte.
In der Mensa gibt es beispielsweise Fairtrade-Bananen und Fairtrade-Honig. So sollen faire Handelsbedingungen im Alltag der Schülerinnen und Schüler sichtbar und greifbar werden.
Katharina Meyer, Geschäftsführerin des Schiller-Gymnasiums, sagt: „Mit unserer engagierten Projektgruppe haben wir es im vergangenen Jahr geschafft, die Kriterien für die Auszeichnung zu erfüllen. Mein Dank gilt daher unseren Schülerinnen und Schülern, den Lehrkräften, beteiligten Eltern und unserem Küchenteam, die sich hier besonders engagiert haben.“
Auch im Unterricht beschäftigt sich die Schule mit dem Thema Nachhaltigkeit.
Die fünften Klassen besuchten den Weltladen in Pforzheim und erfuhren dort, was fairer Handel konkret bedeutet und welche Rolle gerechte Preise und Arbeitsbedingungen für Produzenten spielen.
Die Klassen acht, neun und zwölf setzten sich anhand des Smartphones mit Rohstoffen sowie sozialen und ökologischen Bedingungen bei der Herstellung auseinander. Ergänzend gab es eine Handy-Sammelaktion.
Mit der Auszeichnung soll das Thema Fairtrade nicht abgeschlossen sein. Die Schule plant bereits weitere Schritte.
Dazu gehören die Erweiterung des Angebots fair gehandelter Produkte in der Mensa, die Übernahme einer Patenschaft für ein Stück Regenwald und die Umstellung der Arbeitskleidung in der Küche auf Fairtrade-Produkte.
Umweltbürgermeister Tobias Volle erinnerte bei der Verleihung daran, dass Pforzheim bereits seit 2019 Fairtrade-Stadt ist.
„Mit dem Schiller-Gymnasium trägt nun erstmals auch eine Schule der Stadt die Auszeichnung ‚Fairtrade School‘ und setzt damit ein weiteres Zeichen für mehr Fairness und Nachhaltigkeit im schulischen Alltag.“
Auch Schulleiter Maximilian Weigl betonte die Bedeutung von Verantwortung und Achtsamkeit im schulischen Alltag.
Für das Schiller-Gymnasium ist der Titel nicht nur Anerkennung für die bisherigen Projekte.
„Die Auszeichnung ist zugleich Anerkennung für das bisherige Engagement und Ansporn, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Fairtrade soll am Schiller-Gymnasium nicht nur ein Titel sein, sondern ein Thema, das im Unterricht, im Schulalltag und im Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler verankert ist“, so Meyer.