Karlsruhe (dpa/dk) – Die Sanierung des Badischen Staatstheaters in Karlsruhe wird deutlich teurer als geplant. Statt der bisher kalkulierten Kosten müssen Stadt und Land inzwischen mit rund 764 Millionen Euro rechnen. Das sind etwa 200 Millionen Euro mehr als ursprünglich vorgesehen. Grund dafür sind unter anderem stark gestiegene Baupreise. Bis das Großprojekt vollständig abgeschlossen ist, wird es außerdem noch einige Jahre dauern.
Die Erweiterung und Sanierung des Badischen Staatstheaters in Karlsruhe wird deutlich mehr Geld kosten als bisher angenommen.
Wie die Stadt Karlsruhe sowie das baden-württembergische Kunst- und Finanzministerium gemeinsam mitgeteilt haben, liegen die erwarteten Gesamtkosten inzwischen bei rund 764 Millionen Euro.
Das entspricht Mehrkosten von etwa 200 Millionen Euro gegenüber der bisherigen Planung.
Die Finanzierung teilen sich das Land Baden-Württemberg und die Stadt Karlsruhe zu gleichen Teilen. Damit entfallen nach der aktuellen Kostenplanung jeweils rund 382 Millionen Euro auf Stadt und Land.
Für die deutliche Kostensteigerung nennen die Verantwortlichen mehrere Gründe.
Vor allem die stark gestiegenen Baupreise treiben die Ausgaben nach oben. Hinzu kommen zusätzliche Planungsleistungen sowie notwendige provisorische Lösungen während der Bauarbeiten.
Auch die verschiedenen Zwischenbauzustände, die während der umfangreichen Sanierung erforderlich sind, verursachen zusätzliche Kosten.
Die Planungen für die Modernisierung des Badischen Staatstheaters laufen bereits seit vielen Jahren.
Schon 2014 wurden mit einem Planungswettbewerb die ersten Weichen für das Großprojekt gestellt. Im Jahr 2022 haben schließlich die Bauarbeiten begonnen.
Vollständig abgeschlossen sein soll die Sanierung erst 2034.
Damit wird das Staatstheater über einen Zeitraum von rund zwölf Jahren umgebaut, saniert und erweitert.
Nach mehr als 50 Jahren Nutzung müssen die Gebäude des Badischen Staatstheaters umfassend modernisiert werden.
Ziel der Sanierung ist es, die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten und die Spielbedingungen des Theaters zu verbessern.
Außerdem sollen die Gebäude an aktuelle Arbeitsschutzstandards angepasst und die betrieblichen Abläufe optimiert werden.
Durch die Erweiterung und Modernisierung soll das Badische Staatstheater langfristig für die Zukunft aufgestellt werden.
Bis dahin bleibt die Sanierung eines der großen Bauprojekte in Karlsruhe – mit inzwischen deutlich höheren Kosten als ursprünglich vorgesehen.