Enzkreis (pol/ms) – Nach einer Serie von rund 40 Bränden in Kämpfelbach und umliegenden Gemeinden sitzt ein Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Der Mann wurde nach zwei weiteren Bränden am Montagabend festgenommen.
Zwischen dem 17. Juni und dem 14. September 2026 ist es im Enzkreis, vor allem in Kämpfelbach und den umliegenden Gemeinden, zu rund 40 Bränden gekommen.
Dabei brannten unter anderem Strohballen, Wiesen und Felder, Gestrüpp sowie Holzstapel. Verletzt wurde bei den Bränden niemand. Der entstandene Schaden kann bislang noch nicht abschließend beziffert werden. Nach ersten Schätzungen liegt er bei mehreren tausend Euro.
Das Kriminalkommissariat Pforzheim und die Staatsanwaltschaft Karlsruhe – Zweigstelle Pforzheim – ermitteln seitdem zu den Fällen.
Am Montagabend, dem 14. September, kam es erneut zu zwei Bränden im Kämpfelbacher Ortsteil Ersingen. Unter anderem musste die Feuerwehr einen brennenden Holzstapel löschen.
Im Zusammenhang mit diesen Bränden geriet ein Mann mit deutscher Staatsangehörigkeit aus dem Enzkreis in den Fokus der Ermittler. Der Verdacht bezieht sich laut Polizei und Staatsanwaltschaft auch auf weitere Brände.
Noch in der Nacht wurde der Mann an seiner Wohnanschrift vorläufig festgenommen.
Am Dienstag wurde der Tatverdächtige auf Antrag der Staatsanwaltschaft einem Haftrichter beim Amtsgericht Pforzheim vorgeführt.
Der Richter erließ Haftbefehl wegen des Verdachts der Brandstiftung sowie wegen Flucht- und Wiederholungsgefahr. Der Mann befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.
Die Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft dauern an. Dabei soll unter anderem geklärt werden, welches Motiv hinter den Taten stehen könnte und welche der einzelnen Brände dem Tatverdächtigen zugerechnet werden können.