Bruchsal (dpa/tk) – Nach dem Spargel warten Verbraucher, die auf regionale Kost setzen, auf den Beginn der Erdbeersaison. Langsam ist es soweit.
Die ersten heimischen Erdbeeren aus Baden-Württemberg sind reif. Obsthöfe im Süden des Landes zeigen auf Instagram schon ihre frühen roten Exemplare. Der Inhaber des Obsthofs Schätzle, Jonathan Schätzle, im Kinzigtal verriet der Deutschen Presse-Agentur, Ende der Woche mit dem Verkauf der regionalen Erdbeeren beginnen zu wollen.
Was die Erdbeeren genau kosten werden, habe man auf dem Obsthof Schätzle noch nicht festgelegt. Auch laut dem Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer (VSSE) in Bruchsal lassen sich die Preise noch nicht sicher abschätzen. Diese hingen sowohl vom Wetter als auch von Angebot und Nachfrage ab, sagte Geschäftsführer Simon Schumacher. Er gehe aber davon aus, dass es keine großen Preissteigerungen im Vergleich zum Vorjahr gebe.
Die ersten reifen Erdbeeren wachsen wie der Spargel in warmen Folientunneln. Diese können laut Schumacher den Start der Erdbeersaison stark nach vorne ziehen. Ohne könne man hierzulande erst Mitte Mai frische Erdbeeren essen. Die Folien machen sich ähnlich wie Gewächshäuser den Treibhauseffekt zunutze und halten die durch das Sonnenlicht erzeugte Wärme im Tunnel. Dadurch werden die Erdbeeren schneller reif.
Geschmacklich hat es laut Schumacher Vorteile, Erdbeeren von den heimischen Feldern zu kaufen. Denn anders als Erdbeeren aus dem Ausland haben diese keine langen Transportwege vor sich und können richtig reif geerntet werden. Auch die Sortenvielfalt sei im Inland viel größer, erklärte Schumacher. Und: Je frischer eine Erdbeere, desto mehr Vitamine enthalte sie auch.