Karlsruhe (dpa/svs) – Wer in den Osterferien auf der Rheintalbahn unterwegs ist, braucht starke Nerven. Auf der wichtigen Strecke zwischen Karlsruhe und Basel kommt es wieder zu massiven Einschränkungen. Zwischen diesem Samstag, 28. März, und dem 13. April fallen zahlreiche Züge aus, Fahrplanänderungen und Umleitungen stehen bevor. Fahrgäste werden teils mit Bussen zum Ziel gebracht.
Von Norden her enden Fernverkehrszüge den Angaben zufolge in Baden-Baden, vereinzelt auch in Karlsruhe. Zwischen Baden-Baden und Freiburg würden Busse eingesetzt – zum einen Direktbusse, zum anderen Busse zwischen der Kurstadt und Herbolzheim mit Zwischenhalten in Achern und Offenburg. Ab Freiburg fahren dann Fernverkehrszüge in die Schweiz.
Zwischen 3. und 9. April bedeutet das für ICE-Reisende beispielsweise zwischen Berlin-Frankfurt-Basel-Interlaken eine deutliche Verlängerung der Reisezeit um rund zwei Stunden: Die Züge fahren nur zwischen der Schweiz und Freiburg sowie Baden-Baden und Berlin. Die Züge der ICE-Verbindungen Hamburg–Dortmund–Köln–Karlsruhe–Basel verkehren während der gesamten Oster-Bauarbeiten nur bis beziehungsweise ab Karlsruhe.
Die Streckensanierungen beeinträchtigen den Angaben zufolge auch den Regionalverkehr. Unter anderem sind die Linien RE 2, RE 7, RB 26, RB 27 sowie die SWEG-Linien RS 1 bis RS 4 und RS 12 betroffen. Auch hier: Zugausfälle und Schienenersatzverkehr. Die SWEG Südwestdeutsche Landesverkehrs-GmbH sprach von massiven Einschränkungen für die Zeit zwischen Karfreitag (3. April) und dem 10. April, da der Bahnhof Offenburg in dieser Zeit weder vom Fern- noch vom Nahverkehr angefahren werden könne.
Bereits im vergangenen Jahr war die Osterzeit für Bahnreisende von erheblichen Behinderungen geprägt gewesen. Es war unter anderem kritisiert worden, dass Busfahrgäste beim Umstieg vom Bus auf sehr volle Regionalzüge umgeleitet wurden.
Bei dem milliardenschweren Ausbau der Rheintalbahn wird die Strecke Karlsruhe-Basel nach und nach von zwei auf vier Gleise ausgebaut. ICE-Züge sollen dadurch erheblich schneller fahren können. Die rund 200 Kilometer lange Strecke ist eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen Europas.