Rekord bei Eierproduktion in Baden-Württemberg

05. April 2026 , 10:34 Uhr

Baden-Württemberg (pm/dk) – Zu Ostern sind Eier besonders gefragt – und im Südwesten wurden davon zuletzt so viele produziert wie nie zuvor. Im Jahr 2025 lag die Eiererzeugung in Baden-Württemberg bei rund 702 Millionen Stück. Das ist ein Plus von 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und zugleich ein neuer Höchststand.

Mehr Eier und mehr Legehennen im Land

Nach Angaben des Statistischen Landesamts gab es 2025 im Durchschnitt 2,37 Millionen Legehennen in Baden-Württemberg. Auch das ist ein Anstieg. Im Schnitt legte jede Henne 296 Eier.

Bundesweit wurden im vergangenen Jahr rund 13,7 Milliarden Eier erzeugt. 5,1 Prozent davon kamen aus Baden-Württemberg. Im Vergleich der Bundesländer liegt der Südwesten damit im Mittelfeld. Besonders hoch ist der Anteil in Niedersachsen mit 40 Prozent.

Bodenhaltung bleibt die wichtigste Haltungsform

Die wichtigste Haltungsform im Land bleibt die Bodenhaltung. Ihr Anteil lag bei 57,6 Prozent.

Leicht zurückgegangen ist dagegen der Anteil von ökologisch erzeugten Eiern. Er machte etwas mehr als ein Zehntel der Gesamtmenge aus.

Nachfrage nach Eiern steigt weiter

Auch der Konsum von Eiern ist in Deutschland gestiegen. Im Jahr 2025 wurden pro Kopf im Schnitt 252 Eier verbraucht. Das waren vier mehr als im Vorjahr.

Nach Angaben des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft nimmt der Pro-Kopf-Verbrauch bereits seit 2022 zu. Damals lag er noch bei durchschnittlich 234 Eiern im Jahr. In diesen Zahlen sind auch verarbeitete Eier enthalten.

Vor Ostern ist die Nachfrage besonders hoch

Gerade vor Ostern steigt die Nachfrage nochmals deutlich an. Nach Angaben des Marktforschungsinstituts YouGov wurden im März und April 2025 in Deutschland pro Monat rund 1,1 Milliarden Eier gekauft. Das waren etwa 14 Prozent mehr als in den übrigen Monaten. Dort lag der Schnitt bei rund 973 Millionen Eiern pro Monat.

Angebot zuletzt teils angespannt

Trotz der gestiegenen Produktion war das Angebot in vielen Supermärkten zuletzt teilweise angespannt. Grund dafür ist nach den Angaben die anhaltend hohe Nachfrage bei gleichzeitig kleineren Hennen-Beständen.

Als Ursachen werden Tierseuchen wie Newcastle Disease und Vogelgrippe genannt.

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