Raus aus der Krise: KSC deklassiert Darmstadt 98

19. Oktober 2026 , 04:14 Uhr

Karlsruhe (dpa/tk) – Dank eines überzeugenden Heim-Auftritts hat sich der Karlsruher SC in der 2. Fußball-Bundesliga aus der Krise geschossen. Die Badener gewannen gegen den SV Darmstadt 98 verdient mit 4:0 (2:0) und verließen damit die Abstiegsränge. Shio Fukuda (6. Minute), Marvin Wanitzek (13.), Christoph Kobald (50.) und Kevin Wiethaup (65.) sorgten mit ihren Toren vor 27.823 Zuschauern für Feststimmung im Wildpark. Für den KSC war es nach zuvor drei Niederlagen in Folge der zweite Saisonsieg.

Perfekter Auftakt

KSC-Trainer Maximilian Senft, der auf das angeschlagene Toptalent Louey Ben Farhat verzichten musste, sah einen perfekten Auftakt seiner Elf. Erst drosch Fukuda den Ball wuchtig zur Führung ins Tor, dann erhöhte Wanitzek nach einem Patzer von Darmstadts Torhüter Marcel Schuhen. Keine Viertelstunde war gespielt, der Wildpark tobte.Die Karlsruher hatten alles im Griff und blieben auch nach der Pause die klar bessere Mannschaft. Kobald per Kopf nach einer Wanitzek-Flanke und Wiethaup erhöhten auf 4:0. Eine Flanke von Viktor Bergh landete an der Latte des Gästetores. Für Darmstadt vergab Milan Smit die Chance auf den Ehrentreffer nach gut einer Stunde kläglich.

Auseinandersetzung mit der Polizei am Karlsruher Hauptbahnhof

Ärger gab es im Vorfeld des Spiels am Karlsruher Hauptbahnhof, wo es zu Auseinandersetzungen zwischen Darmstädter Fans und der Polizei kam. Die Fanhilfe der Lilien beklagte in einer Mitteilung eine «massive Gewaltanwendung» der Bundespolizei. Eine Sprecherin der Behörde wiederum sprach von Gewalt gegenüber Polizeibeamten und davon, dass sich die Fans den Maßnahmen widersetzt hätten. Angaben zu Verletzten konnte die Bundespolizei noch nicht machen.

Einige Darmstadt-Anhänger verpassten die Partie im Wildparkstadion, weil sie einen Platzverweis für Karlsruhe erhielten. Dort stellten die Zuschauer im Gästeblock aus Protest die Unterstützung ein. Solidarisch zeigten sich während der Begegnung die Anhänger des KSC. «Der größte Feind ist und bleibt die Polizei», hieß es auf einem Plakat im Fanblock.

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