Rastatts OB tritt nicht wieder zur Wahl an

16. Januar 2023 , 14:39 Uhr

Rastatt (pm/ms) – Die wichtigste Nachricht hob sich Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch beim städtischen Neujahrsempfang am 13. Januar für den Schluss auf. Er kündigte an, nach 16 Jahren erfolgreichen Wirkens als Oberbürgermeister nicht mehr für die OB-Wahl Ende September zu kandidieren.

Nach 16 Jahren ist schluss

„Habe mich dazu entschieden, nicht erneut als Oberbürgermeister zu kandidieren“: Schlussworte von OB Pütsch beim Neujahrsempfang am 13. Januar in der BadnerHalle.

Die Erklärung von Hans Jürgen Pütsch im Wortlaut:
„Meine sehr geehrten Damen und Herren, sicherlich haben Sie sich schon gefragt: Wird sich unser Oberbürgermeister beim Neujahrsempfang zur Oberbürgermeisterwahl erklären?
Wird er erneut für das Amt des Oberbürgermeisters kandidieren? Auf diese Frage haben Sie zu Recht eine Antwort verdient. Nach reiflichen Überlegungen habe ich mich entschieden, nicht erneut als Oberbürgermeister zu kandidieren. Ich werde für keine weitere Amtszeit zur Verfügung stehen. Ich werde meine berufliche Laufbahn Ende 2023 beenden.
Die Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen. In den vergangenen 15 Jahren war es für mich eine Ehre für diese wunderbare Stadt arbeiten und mich für Ihr Wohl, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, einsetzen zu dürfen. Ich konnte mich bisher auf viele engagierte und hoch motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlassen. Auf einen entscheidungsfreudigen und selbstbewussten Gemeinderat und eine ebenfalls engagierte Bürgerschaft.
Die Zusammenarbeit mit Ihnen allen hat mir sehr viel Freude bereitet. Ich denke, ich kann ohne Übertreibung sagen: Unsere Stadt Rastatt hat sich in den zurückliegenden Jahren prächtig entwickelt, viele Herausforderungen gemeistert und steht, nach wie vor, vor gewaltigen Aufgaben. Aufgaben, die nach neuen Ideen, neuen Ansätzen und neuem Schwung verlangen. Viele große Stadtentwicklungsprojekte sind vorbereitet und werden das Bild dieser Stadt erneut verändern und prägen.
Wer Bürgermeister oder Bürgermeisterin werden möchte, muss wissen, dass es seine ganze Kraft, seine ganze Aufmerksamkeit und Hingabe braucht. Ich denke, ich weiß wovon ich rede – nach 40 Jahren Öffentlicher Dienst und davon knapp 33 Jahren als Beigeordneter, Bürgermeister und Oberbürgermeister.
Ich versichere Ihnen: Ich habe mich nicht gegen Rastatt entschieden, sondern nach 33 Jahren Bürgermeistertätigkeit für einen neuen Lebensabschnitt, im Interesse meiner Familie, Kinder und meines Enkelkinds, aber auch für mich selbst. Ich hoffe, Sie haben dafür Verständnis.
Das klingt jetzt zu sehr nach Abschied. Der steht erst Ende des Jahres aus. Ich werde meine ganze Kraft darauf verwenden, mit Ihnen gemeinsam im Jahr 2023 unsere Stadt weiter voranzubringen, weiter die Weichen für eine gute Entwicklung zu stellen und das ein oder andere Projekt abzuschließen.
Mein letzter Arbeitstag wird, so Gott will, der 16.12.2023 sein. Bis zu diesem Tag freue ich mich auf eine weiterhin gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.“

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