Rastatt (pol/svs) – Ein Unfall auf der L77a in Rastatt hat am Dienstagvormittag ein Nachspiel für einen 34-jährigen Autofahrer. Nach Angaben der Polizei soll er versucht haben, die Beamten mit einer erfundenen Geschichte in die Irre zu führen. Doch die Technik im Tunnel zeigte offenbar etwas anderes.
Der Mann hatte laut Polizei kurz vor 9:30 Uhr angegeben, er habe in einem Tunnel einem entgegenkommenden Auto ausweichen müssen. Dabei sei er gegen den Bordstein geprallt. Das andere Fahrzeug sei anschließend einfach weitergefahren.
Die Aufnahmen aus dem Tunnel widersprechen dieser Darstellung aber offenbar deutlich. Wie die Polizei mitteilt, sei der 34-Jährige ohne Zutun anderer Verkehrsteilnehmer gegen den Bordstein gefahren. Dabei wurden die beiden rechten Reifen seines Autos beschädigt.
Für den Mann hat der Vorfall nun strafrechtliche Folgen. Laut Polizei muss er mit einem Ermittlungsverfahren wegen Vortäuschens einer Straftat rechnen. Weil das beschädigte Auto abgeschleppt werden musste, war der Tunnel bis etwa 10:50 Uhr gesperrt.