Karlsruhe (pm/dk) – Am 8. März ist Landtagswahl in Baden-Württemberg – die Parteien rühren mächtig die Werbetrommel. Natürlich auch die AfD, heute Abend mit einer Wahlkampfveranstaltung in der Badnerlandhalle in Karlsruhe-Neureut. VOR der Halle ist aber auch eine Protest-Kundgebung gegen die AfD angekündigt. Das Netzwerk Karlsruhe gegen Rechts will ein Zeichen für Vielfalt setzen.
Nach Angaben des Netzwerks will die AfD an diesem Tag in Neureut eine Wahlkampfveranstaltung unter dem Titel „Das große Gipfeltreffen unserer Ministerpräsidenten-Kandidaten“ durchführen. Erwartet werden dabei Markus Frohnmaier, Kandidat für Baden-Württemberg, und Ulrich Siegmund, Kandidat für Sachsen-Anhalt.
Das Netzwerk Karlsruhe gegen Rechts ordnet die AfD als parlamentarischen Arm eines rechten Netzwerks ein. Dabei verweist es unter anderem auf eine Recherche von Correctiv, die Treffen von AfD-Politikern, Rechtsextremen, Mitgliedern der sogenannten Werteunion und Unternehmern öffentlich gemacht hatte. Ziel dieser Treffen sei es gewesen, Konzepte zur massenhaften Abschiebung von Menschen mit Migrationshintergrund zu diskutieren. Ulrich Siegmund soll an einem solchen Treffen teilgenommen haben.
Auch Markus Frohnmaier wird vom Netzwerk kritisch gesehen. Ihm werden enge Kontakte zur rechtsradikalen Szene sowie zur islamfeindlichen German Defence League zugeschrieben. Zudem kritisiert das Netzwerk seine öffentlichen Positionen zu Flüchtlingen und Migration.
Mit der Kundgebung will das Netzwerk Karlsruhe gegen Rechts ein Zeichen für Vielfalt und gegen rechte Hetze setzen. Ziel sei es, der AfD in Neureut keinen Raum zu lassen und öffentlich klarzumachen, dass ihre Positionen auf Widerstand stoßen. Der Protest soll laut Ankündigung lautstark stattfinden und Präsenz zeigen.