Allergiker sind schon jetzt geplagt

Hasel und Erle: Pollen sind am Rhein schon stark unterwegs

15. Februar 2026 , 09:52 Uhr

Südwesten (dpa/tk/svs) – Ein überraschendes «Hatschi», ein Schniefen vielleicht. Das werdet hört ihr jetzt wieder häufiger, denn obwohl erst Februar ist, fliegen schon die ersten Pollen. Allergiker kämpfen bereits mit Symptomen wie Niesen, juckenden Augen und einer verstopften Nase. Damit ihr wisst, wann der Pollenflug am stärksten ist, findet ihr hier eine Pollenvorhersage.

Pollenflug im Rheingraben

Der Winter ist zwar noch lange nicht vorbei, doch die ersten Pollen sind in Baden-Württemberg bereits im Anflug. Besonders stark trifft es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) derzeit den Rheingraben von Basel über Karlsruhe bis nach Mannheim. In den kommenden Tagen könnten aber auch die Bodenseeregion und der Raum um Stuttgart betroffen sein, weil die Frühblüher wie Hasel und Erle begonnen haben, ihre Pollen zu verbreiten.

Hasel und Erle

Vor allem für Allergiker kann das eine Herausforderung sein. Sie kämpfen bereits mit Symptomen wie Niesen, juckenden Augen und einer verstopften Nase.

Laut DWD ist der frühe Beginn der Saison aber keine Seltenheit. «Das ist recht typisch», sagt DWD-Experte Lothar Bock. Die Pollensaison beginne inzwischen oft schon im Januar oder Februar, in sehr milden Wintern sogar bereits im Dezember.

Pollenvorhersagen

Dabei hat der Pollenflug in Deutschland wegen der niedrigen Temperaturen deutlich gemäßigter begonnen als in den beiden Vorjahren, wie die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) in Berlin mitteilt. «Es ist zu kalt.» Die ersten Pollen von Hasel und Purpurerle seien aber auch schon vor Weihnachten unterwegs gewesen.

Allergikerinnen und Allergikern können sich auf der Website des PID über die aktuelle Wochenpollenvorhersage informieren. Der Deutsche Wetterdienst bietet eine tägliche Pollenbelastungsvorhersage.

Kaum mehr Verschnaufpausen

Früher galten die Wintermonate als Verschnaufpause für Allergiker. Mittlerweile beobachten Fachleute, dass sich wegen des Klimawandels beinahe die Zeiten überschneiden, in denen die letzten Pollen der Vorsaison verschwinden und die ersten der neuen Saison auftauchen.

Einer Befragung des Robert Koch-Instituts (RKI) zufolge, die allerdings bereits von 2008 bis 2011 stattfand, leiden rund 15 Prozent der Deutschen an Heuschnupfen, knapp neun Prozent an Asthma bronchiale. Während bei Heuschnupfen die oberen Atemwege in Mitleidenschaft gezogen sind, ist es bei Asthma die Lunge: Betroffene haben zum Beispiel Anfälle von Atemnot.

Niesen und juckende Augen

Pollen sind winzige Blütenstaubpartikel, die von Pflanzen wie Bäumen, Gräsern und Kräutern produziert werden, um sich fortzupflanzen. Sie sind eine der Hauptursachen für Heuschnupfen und andere allergische Reaktionen, da sie bei empfindlichen Personen Symptome wie Niesen, juckende Augen, eine laufende Nase oder Atembeschwerden auslösen können.

Um eine Pollenallergie in den Griff zu bekommen, können Betroffene etwa Nasensprays, Augentropfen und Tabletten nutzen. An der Ursache setzt eine Immuntherapie etwa mit Spritzen oder Tabletten (Hyposensibilisierung) an. Allergiker sollten sich zudem möglichst wenig den Pollen aussetzen, indem sie Fenster geschlossen halten, vor dem Schlafengehen die Haare waschen und getragene Kleidung außerhalb des Schlafzimmers lagern. Auch mechanische Barrieren wie Pollenschutzgitter an Fenstern können helfen, Pollen aus der Wohnung fernzuhalten.

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