Rottweil (dpa/dk) – Zu dicht auffahrende Lastwagen gehören zu den großen Gefahren auf Autobahnen. In Baden-Württemberg testet die Polizei deshalb eine neue Methode: Auf der A81 überwacht eine Drohne aus der Luft, ob Lkw den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand einhalten.
Das Projekt der Verkehrspolizeiinspektion Zimmern ob Rottweil läuft bereits seit Mai.
Dabei beobachtet eine Drohne den Verkehr aus der Luft und erfasst die Abstände zwischen Lastwagen. Zu geringer Abstand gilt als häufige Ursache für schwere Auffahrunfälle.
Die neue Technik soll den Beamten vor allem dort helfen, wo klassische Abstandskontrollen schwieriger umzusetzen sind.
Nach Angaben der Polizei ist das Verfahren in Baden-Württemberg bislang einmalig.
Nach Abschluss der Pilotphase soll geprüft werden, ob Drohnen künftig auch bei anderen Verkehrspolizeiinspektionen im Land für Abstandskontrollen eingesetzt werden können.
In anderen Bundesländern, etwa Sachsen-Anhalt, wurde die Methode bereits erprobt.
Innenminister Manuel Hagel verbindet mit dem Projekt auch ein größeres Ziel für Baden-Württemberg.
„Wir in Baden-Württemberg haben das klare Ziel, beim Thema Drohnen die Nase vorn zu haben. Baden-Württemberg muss Drohnen-Leitregion werden“, sagte Hagel.
Drohnen könnten nach seiner Einschätzung nicht nur bei der Gefahrenabwehr eingesetzt werden, sondern auch bei innovativen Polizeiprojekten.
Gerade auf Strecken mit hohem Unfallrisiko könnten Drohnen laut Hagel einen wichtigen Beitrag leisten:
„Gerade dort, wo das Unfallrisiko besonders hoch ist und andere Abstandskontrollen schwierig sind, können Drohnen die Verkehrssicherheit ganz entscheidend erhöhen.“