Opfer waren Ex-Partner

Nach den Schüssen in Offenburg: 33-Jähriger hat seine Ex-Freundin getötet

06. Juli 2026 , 15:24 Uhr

Offenburg (pol/dpa/dk) – Nach den tödlichen Schüssen in Offenburg sehen die Ermittler klarer: Ein 33-Jähriger hat seine ehemalige Freundin und danach sich selbst erschossen. Bei der gestorbenen Frau handelt es sich um eine 36-Jährige, die sich zuvor von dem Mann getrennt hatte. Doch noch sind Fragen offen:

Neue Erkenntnisse zum Opfer

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Offenburg und des Polizeipräsidiums Offenburg handelt es sich bei dem weiblichen Opfer um eine 36-jährige Ukrainerin. Sie war im Bereich des Tatorts in der Händelstraße wohnhaft.

Am Montagmorgen waren dort gegen 8 Uhr mehrere Schüsse gemeldet worden. Einsatzkräfte fanden in der Hofeinfahrt eines Wohnhauses einen toten Mann und eine schwerstverletzte Frau. Rettungsdienst und Notarzt versorgten die Frau zunächst, sie starb jedoch kurze Zeit später in einer Klinik.

Tatverdächtiger war 33 Jahre alt

Bei dem toten Mann handelt es sich nach Polizeiangaben um einen 33-jährigen Tatverdächtigen. Er war nicht vorbestraft, der Polizei und der Justiz aber wegen Beleidigung und Stalking-Vorwürfen bekannt.

Nach bisherigen Ermittlungen kam der Mann am Morgen in die Händelstraße. Dort traf er aus bislang unbekannten Gründen auf die 36-Jährige.

Polizei geht von Schüssen auf Frau und anschließendem Suizid aus

Warum der Tatverdächtige sich mutmaßlich dazu entschlossen hat, seine Ex-Freundin zu töten, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. Unklar ist auch, ob es vor den Schüssen eine Auseinandersetzung zwischen den beiden gab.

Die Polizei stellte nach eigenen Angaben zwei Schusswaffen sicher – eine im Auto des Tatverdächtigen und eine weitere in der Nähe des Tatorts. Woher der 33-Jährige die beiden Waffen hatte, müsse ermittelt werden.

Vorbeziehung war vor Monaten beendet worden

Nach weiteren Erkenntnissen hatte der türkische Tatverdächtige mit dem Opfer eine Vorbeziehung. Diese soll bereits vor Monaten beendet worden sein.

Nach der Trennung soll es den Angaben zufolge zu Beleidigungen und Nachstellungen gekommen sein. Weitere Hintergründe sind weiterhin unklar.

Kriminalpolizei sucht Zeugen

Die Kriminalpolizei Offenburg sucht jetzt Zeugen, die den Mann vor der Tat gesehen haben. Er war mit einer Jeans, schwarzen Turnschuhen und einem hellen T-Shirt bekleidet.

Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Offenburg unter der Telefonnummer 0781 21-2820 entgegen.

Die Ermittlungen laufen weiter. Staatsanwaltschaft und Polizei prüfen weiterhin den genauen Tatablauf und die Hintergründe der tödlichen Schüsse.

Anzeige
Händelstraße Offenburg Kriminalpolizei Offenburg Offenburg Polizei Offenburg Schüsse Offenburg Staatsanwaltschaft Offenburg Stalking Tötungsdelikt Offenburg Zeugenaufruf zwei Tote Offenburg

Das könnte Dich auch interessieren

06.07.2026 Schüsse in Offenburg - zwei Tote in Hofeinfahrt gefunden Offenburg (pol/tk) - Nach Schüssen in Offenburg findet die Polizei einen toten Mann und eine schwerverletzte Frau. Sie stirbt kurz darauf im Krankenhaus und die Ermittler suchen nach Antworten. 05.05.2026 Neue Hoffnung im Mordfall von Lahr: „Aktenzeichen XY“ greift Cold Case auf Rastatt/Lahr (dpa/dk) - Seit mehr als 26 Jahren ist der Mord an einem Arzt aus Lahr ungeklärt. Jetzt hoffen die Ermittler auf den Durchbruch: Neue Hinweise, moderne DNA-Analysen und die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ sollen helfen, den Täter doch noch zu finden. Neben dem Mordfall aus Lahr wird in „Aktenzeichen XY" am Mittwochabend auch ein weiterer ungeklärter Fall aus Rastatt vorgestellt. 09.07.2025 Tötungsdelikt in Keltern: Polizei bittet um Hinweise zu Igor Tereshchenko Baden-Baden/Keltern (pol/dk) - Im Fall des gewaltsamen Todes von Igor Tereshchenko in Keltern setzt die Sonderkommission „Sumpf“ der Kriminalpolizei ihre intensiven Ermittlungen fort. Der 59-Jährige war Opfer eines Tötungsdelikts geworden. Trotz umfangreicher Durchsuchungen fehlt es weiterhin an entscheidenden Hinweisen aus der Bevölkerung. 01.06.2026 Toter Mann aus der Murg in Rastatt geborgen Rastatt (pol/dk) - Ein Fußgänger hat am Sonntagmorgen in Rastatt eine leblose Person in der Murg entdeckt. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät.