Pforzheim (pm/svs) – Historischer Erfolg für die Pforzheim Wilddogs: Im ersten Heim-Playoff-Spiel ihrer Vereinsgeschichte haben die Pforzheimer die Hildesheim Invaders mit 21:8 geschlagen. Vor mehr als 1.300 Fans in der KRAMSKI-Arena sicherten sich die Wilddogs damit den Einzug ins Halbfinale.
Das Viertelfinale begann mit zahlreichen Ballverlusten auf beiden Seiten. Nachdem die Pforzheimer Offense im ersten Drive gestoppt worden war, erzwang die Wilddogs-Defense einen Fumble der Gäste.
Kurz darauf warf Quarterback Drequan „Dre“ Harris eine Interception. Hildesheim verlor den Ball allerdings direkt wieder durch einen weiteren Fumble. Auch Wilddogs-Spieler Bryan Yankson musste den Ball anschließend wieder abgeben.
Für die ersten Punkte sorgte schließlich Harris selbst. Der Quarterback lief zum Touchdown, Matteo Dazzani verwandelte den Extrapunkt zum 7:0.
Im zweiten Viertel sorgten die Special Teams der Wilddogs für das nächste Highlight. Hildesheim musste an der eigenen 2-Yard-Linie punten. Jeremy Conley blockte den Versuch und sicherte den Ball direkt in der Endzone zum Touchdown.
Nach dem erfolgreichen Extrapunkt von Dazzani führte Pforzheim mit 14:0.
Die Defense der Wilddogs hielt die Gäste weiter in Schach. Nach einem gescheiterten vierten Versuch der Invaders bekam Pforzheim den Ball an der Mittellinie zurück. Harris nutzte erneut seine Laufstärke und erzielte seinen zweiten Touchdown. Mit einer 21:0-Führung ging es in die Halbzeit.
Nach der Pause entwickelte sich die Partie zu einem umkämpften Spiel. Die Wilddogs mussten unter anderem mehrere Strafyards hinnehmen. Gleichzeitig verhinderte Hildesheims Kyle Kitchens weitere Pforzheimer Punkte.
Im letzten Viertel schöpften die Gäste noch einmal Hoffnung. Nach einer Interception von Harris und einem Fumble von AJ Coons kam Hildesheim in Ballbesitz.
Quarterback Nelson Hughes fand Hendrik Scharnbacher zum Touchdown. Karon Johnson sorgte anschließend mit einer erfolgreichen Two-Point-Conversion für das 21:8.
In der Schlussphase hielt die Pforzheimer Defensive dem Druck der Gäste stand. Denis Atilgan fing einen Pass der Invaders ab. Sein anschließender Return wurde allerdings wegen eines Fouls aberkannt.
Den Schlusspunkt setzte Nick Olivier. Er fing den letzten Passversuch der Gäste ab und machte damit den Einzug ins Halbfinale perfekt.
Headcoach Michael Lang zeigte sich nach dem Spiel begeistert:
„Ich bin begeistert! Was für ein Spiel. Wir haben in dieser Saison alles, was wir erreichen wollten, geschafft und sogar noch mehr. Jetzt dürfen wir wieder nach Dresden, nur eben eine Runde später. Ich freue mich extrem auf das Halbfinale!“
Auch Vorstand Kai Höpfinger hob die Bedeutung des Erfolgs für den Verein hervor:
„Sich mit so einer Leistung aus der KRAMSKI-Arena zu verabschieden, ist ein tolles Gefühl. Wir haben diese Saison bei jedem Spiel über 1.000 Zuschauer in unsere Spielstätte gelockt, ich bin unheimlich stolz auf das, was wir bisher geschafft haben. Alle Beteiligten wissen, was das für ein Kraftakt ist, und genau solche Spiele wie heute belohnen uns alle dafür.“
Im Halbfinale treffen die Pforzheim Wilddogs nun auf die Dresden Monarchs. Im zweiten Halbfinale spielen die Schwäbisch Hall Unicorns gegen die Potsdam Royals.