Pforzheim (pm/tk) – Die Wilddogs erlebten einen rabenschwarzen Tag in Oberschwaben – gegen die Ravensburg Razorbacks stand es am Ende 28:10.
Es war das erwartet schwere Auswärtsspiel, doch mit diesem Verlauf hatte auf Seiten der Goldstädter niemand gerechnet. Am achten Spieltag der effect®-ENERGY GFL mussten die Pforzheim Wilddogs eine deutliche 28:10-Niederlage bei den ifm Ravensburg Razorbacks hinnehmen.
Von der ersten Minute an lief bei den Wilddogs fast nichts zusammen. Dabei fing das Spiel defensiv gar nicht schlecht an. Zwar starteten die Razorbacks nach einem starken Return an der 50-Yard-Line und spielten sich bis an die rote Zone der
Wilddogs vor, doch die Pforzheimer Verteidigung hielt stand. Nick Olivier verteidigte beim vierten
Versuch einen Pass an der 2-Yard-Line spektakulär – Turnover on Downs. Doch die eigene Offense, die
das Spiel tief in der eigenen Hälfte aufnehmen musste, fand überhaupt keinen Rhythmus. Eigene
Strafen machten vielversprechende Ansätze zunichte. Ravensburg nutzte die Pforzheimer
Inkonsequenz eiskalt aus und ging durch ein Big Play in Führung.
Im zweiten Viertel bot sich den mitgereisten Fans ein zähes Bild. Die Offense der Wilddogs leistete sich zu viele Fehler. Besonders die ständigen Raumverluste durch Holding-Strafen trieben die Frustration in die Höhe – gefühlt sammelten die Wilddogs zu diesem Zeitpunkt mehr Strafyards als Raumgewinn durch eigene Spielzüge.
Nach dem Seitenwechsel war der Wurm endgültig drin. Die Wilddogs durften die zweite Hälfte mit Ballbesitz eröffnen, mussten aber schnell per Punt abgeben. Ravensburg hingegen rollte unaufhaltsam und baute die Führung aus. Im vierten
Viertel kam zu allem Überfluss auch noch Pech dazu: Ein Fumble brachte die Gastgeber erneut in Ballbesitz, was AJ Harris mit einem weiteren Touchdown und einer erfolgreichen Two-Point-Conversion bestrafte.
Headcoach Michael Lang fand nach dem Spiel deutliche Worte: „Ein Tag zum Vergessen. Wir kamen nie in Schwung und dann haben wir uns komplett den Schneid abkaufen lassen. Und wenn es dann schon nicht läuft, dann kommt noch Pech dazu. Die Flaggen haben es uns nicht leichter gemacht. Einziger Lichtblick war das verwandelte Field Goal am Ende, um den direkten Vergleich auszugleichen.“
Trotz des Dämpfers bleiben die Wilddogs auf dem zweiten Tabellenplatz der GFL, da der ungeschlagene Spitzenreiter Schwäbisch Hall Unicorns parallel seiner Favoritenrolle in Regensburg gerecht wurde. In zwei Wochen am 18.07 kommt es nun zum direkten Kracher gegen Hall zu Hause in der KRAMSKI-Arena, nach dieser Vorstellung ein extrem hartes Stück Arbeit, um das große Ziel der Heim-Playoffs im Auge zu behalten.