Pforzheim (pm/tk) – Das effect®-ENERGY GFL Team der Pforzheim Wilddogs hat in einer echten Defensivschlacht einen enorm wichtigen 14:07-Heimsieg gegen die Munich Cowboys errungen.
Es war ein Nervenkrimi, der den Fans in Pforzheim am Wochenende alles abverlangte. Im zehnten Spiel der laufenden Saison empfing das effect®-ENERGY GFL Team der Pforzheim Wilddogs die Munich Cowboys. Trotz der baden-württembergischen Sommerferien fanden über 800 begeisterte Zuschauer den Weg in die heimische KRAMSKI-Arena und sahen einen enorm wichtigen 14:07-Erfolg der Hausherren.
Dieser Sieg hält den Traum von den Playoffs im eigenen Stadion am Leben, doch der Blick auf die direkte Konkurrenz verspricht ein extrem dramatisches Saisonfinale. Das Spiel fühlte sich für die Zuschauer von Beginn an ungewohnt an. Die erste Halbzeit verging wie im Flug und war nach gerade einmal 47 Minuten beendet. Der Grund dafür lag auf dem Platz: Das
Pforzheimer Team setzte in der Offensive extrem stark auf das Laufspiel.
Nach der Pause dominierten auf beiden Seiten weiterhin die Defensivreihen. Die Wilddogs begannen im Angriff, machten sich das Leben aber durch unnötige Strafen und einen missglückten Scramble bei einem vierten Versuch und 20 Yards selbst schwer.
Doch auf die Pforzheimer Abwehr war an diesem Tag absoluter Verlass: Sie erzwang ein schnelles „Four-and-Out“ der Gäste und krönte ihre Leistung wenig später mit einem sensationell geblockten Punt. Dadurch eroberte die Pforzheimer Offense den Ball in hervorragender Feldposition, nur 10 Yards vor der gegnerischen Endzone.
Im entscheidenden vierten Viertel fackelte Drequan Harris nicht lange und erlief seinen zweiten Touchdown des Tages. Erneut verwandelte Hirschberger sicher zum 14:07. Wer nun dachte, das Spiel sei gelaufen, wurde eines Besseren belehrt.
Trotz der großen Freude über den Heimsieg richtet sich der Blick der Wilddogs mahnend nach vorne. Parallel zur Partie in Pforzheim fand das Duell der größten Konkurrenten um Platz zwei statt. Die ifm Ravensburg Razorbacks feierten dort einen wahren Kantersieg und fegten die Allgäu Comets mit 57:6 vom Platz.
Durch dieses überdeutliche Ergebnis haben sich die Ravensburger den Vorteil im direkten Touchdown-Verhältnis gegenüber Pforzheim gesichert. Zwar müssen diese im letzten Spiel noch zum Favoriten der Nordstaffel, den Dresden Monarchs, doch die Ausgangslage für die Pforzheim Wilddogs ist klar: Will man den zweiten Tabellenplatz und das so wichtige Heimrecht in den Playoffs aus eigener Kraft verteidigen, muss nun zwingend jedes der verbleibenden Saisonspiele gewonnen werden. Der Nervenkitzel im Endspurt der Saison ist garantiert.