Pforzheim (pm/dk) – Was für ein Spiel für die Pforzheim Wilddogs: Beim GFL-Süd-Rivalen Straubing Spiders haben die Goldstadt-Footballer einen wichtigen Auswärtssieg geholt. Nach einer turbulenten Partie mit einigen Rückschlägen setzte sich das effect®-ENERGY GFL Team von Headcoach Michael Lang am Ende mit 27:9 durch.
Der Start in Straubing war für die Wilddogs alles andere als einfach. Die Gastgeber kamen unter Quarterback David Perkins zunächst gut ins Spiel. Zwar hielt die Pforzheimer Defense mehrfach dagegen, doch Straubing spielte zwei vierte Versuche erfolgreich aus und ging schließlich durch einen Touchdown-Pass auf Deniz Yilmaz mit 6:0 in Führung. Der Extrapunkt wurde geblockt.
Im zweiten Viertel wurde es aus Pforzheimer Sicht zunächst bitter: Nach einem Fumble von Quarterback Dre Harris an der gegnerischen 7-Yard-Line verpassten die Wilddogs eine sehr gute Chance auf Punkte. Dann aber kippte das Momentum. Straubings Quarterback verletzte sich und musste vom Feld. Kurz darauf sorgte ein 60-Yard-Touchdown-Pass auf AJ Coons für den Ausgleich, der Extrapunkt brachte die 7:6-Führung.
Direkt danach erzwangen die Wilddogs beim Free-Kick einen Fumble des Straubinger Returners. Dre Harris nutzte das neue Angriffsrecht und lief selbst zum Touchdown. Kurz vor der Halbzeit legte Luca Faschian nach: 30 Sekunden vor dem Pausenpfiff fing er den Ball in der Endzone zum 19:6-Halbzeitstand.
Nach der Pause machten es die Spiders noch einmal spannend. Direkt zu Beginn der zweiten Hälfte sicherte sich Straubing einen Onside-Kick und arbeitete sich bis an die Pforzheimer 15-Yard-Line vor. Dort stoppte Nick Olivier die Gastgeber mit einer starken Passverteidigung gegen Jordan Pouncy.
Die Wilddogs mussten kurz darauf aber erneut einen Rückschlag hinnehmen: Nach einer Interception verletzte sich Quarterback Dre Harris leicht. Straubing nutzte die gute Feldposition für ein Field Goal zum 9:19.
Die Antwort der Wilddogs kam schnell und spektakulär. Luca Hirschberger fing einen kurzen Pass und lief anschließend über 60 Yards durch die gegnerische Defense in die Endzone. Theo Michel verwandelte die Two-Point-Conversion zum 27:9.
Im letzten Viertel ließ die Pforzheimer Defense nichts mehr anbrennen. Antonio Alzheimer und Jeremy Conley kontrollierten die Mitte des Feldes und hielten die Spiders aus der Endzone. Ein Field-Goal-Versuch der Wilddogs aus 12 Yards ging nach einem Ausrutscher links vorbei. In den letzten Minuten kamen auch die Backups zum Einsatz und brachten den Sieg sicher über die Zeit.
Headcoach Michael Lang sagte nach der Partie: „Das war ein Arbeitssieg. Wir waren am Anfang zwar noch etwas unruhig, aber das konnten wir schnell ablegen. Es gibt ein paar Sachen, die müssen wir verbessern, denn Ravensburg kommende Woche zu Hause wird der Gradmesser für diese Saison.“
Quarterback-Coach Stefan Fegg lobte vor allem die Leistung von Dre Harris: „Heute war gut, vor allem die Passgenauigkeit heute war überzeugend. 17 von 22 Pässen hat Dre angebracht und dabei über 330 Yards geworfen. Schade, dass wir ein paar Mal Pech in der Redzone hatten.“
Ganz ohne Sorgen gehen die Wilddogs nicht in die nächste Woche. Neben Center Nico Friedrich fällt auch Defense End Michael Gilmour ins Gewicht: Sein Einsatz am kommenden Wochenende steht auf der Kippe.
Dann wartet in Pforzheim ein echtes Top-Spiel. Mit den Ifm Razorbacks aus Ravensburg kommt der letztjährige Südchampion in die KRAMSKI-Arena. Auch Ravensburg spielt aktuell eine dominante Saison. Für die Wilddogs wird das Heimspiel damit richtungsweisend im Rennen um die Playoffs im Süden.
Tickets gibt es online unter wilddogs.de/gameday/tickets.