Pforzheim/Berlin (pm/tk) – Unter den Städten im Südwesten hat Pforzheim im vergangenen Jahr das meiste Geld von Rotlicht- und Temposündern eingesammelt. Insgesamt 5,4 Millionen Euro Blitzereinnahmen, wie eine Umfrage der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht ergibt.
Sieben Städte aus Baden-Württemberg haben an der diesjährigen Umfrage der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins e. V. teilgenommen. Abgefragt wurden die Anzahl der stationären und mobilen Blitzer und deren Einsatzzwecke, wie etwa Vermeidung von Geschwindigkeits- und Rotlichtverstößen an Unfallschwerpunkten.
Pforzheim führt demnach mit Einnahmen von 5,4 Millionen Euro die Liste der „Blitzermillionäre“ in Baden-Württemberg an, gefolgt von Mannheim mit circa 5 Millionen Euro. Weitere Städte sind Esslingen mit 4,9 Millionen, Tübingen mit circa 2 Millionen und Konstanz mit 1,6 Millionen. Die Einnahmen liegen bei allen Städten unter denen von 2023. 136 Blitzer sind im Einsatz: 100 stationäre und 36 mobile Anlagen. In Konstanz wurden 42.000 Fahrzeuge geblitzt, in Tübingen 46.000.
Insgesamt waren 25 Städte wieder „Blitzermillionäre“. Das ergab die diesjährige Umfrage der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht unter den 140 größten Städten Deutschlands. Hamburg überholt sie alle: 2024 nahm die Hansestadt über 47 Millionen Euro durch zu schnelles Fahren und Rotlichtverstöße ein. Noch einmal etwa drei Millionen mehr als 2023. Dies liegt vor allem an der Menge der stationären (40) und mobilen Blitzer (26) in Hamburg.
Chemnitz belegt in der Umfrage der Platz 2 mit rund 7,3 Millionen Euro Blitzereinnahmen, vor Frankfurt (6,58 Mio.) und Mönchengladbach (5,7 Mio.). Dann kommt schon mit Platz 5 bundesweit die Goldstadt Pforzheim.