Aschaffenburg (pm/tk) – Am Wochenende trafen sich in der LINDE MH ARENA in Aschaffenburg die besten Staplerfahrerinnen und Staplerfahrer zur Forklift World Championship. Über 110 Forkliftheroes aus 11 Ländern kämpften um die Titel. Mittendrin: Patrick Reppert aus Wiernsheim, der auf Platz 4 fuhr.
Seinen Startplatz für die Finals hatte sich Patrick Reppert beim StaplerCup Qualifier in Rheinfelden gesichert. In Aschaffenburg gelang ihm eine beeindruckende Aufholjagd: Nach Runde 1 lag er mit 6:59,2 Minuten noch auf Platz 18, in der addierten Wertung nach Runde 2 hatte er sich mit 11:13,9 Minuten bereits auf Platz 7 nach vorn gearbeitet und damit den Einzug in die Runde der besten Zehn geschafft.
Am Samstag setzte Reppert seinen Lauf fort: Bei den „Automated Deadlifts“ in Runde 3, bei denen die Fahrer eine Hantel zusammenbauen und sicher ablegen mussten, fuhr er mit 4:07,8 Minuten die drittschnellste Zeit und sicherte sich einen der vier Plätze im Halbfinale.
Dort traf er am „Cable Drum Slider“ auf den späteren Weltmeister Jörg Klößinger aus Oberdachstetten, der ins Finale einzog. Unter 28 Fahrern aus acht Ländern belegte Reppert am Ende Platz 4 der Weltmeisterschaft.
Präzision im Millimeterbereich, absolute Nervenstärke und das richtige Tempo: Das waren die entscheidenden Faktoren, um die 21. StaplerCup Finals für sich zu entscheiden. Die Parcours-Designer hatten die sportlichen Herausforderungen für 2026 in weiten Teilen neu konzipiert. Die Fahrerinnen und Fahrer mussten unter anderem rollende und hängende Elemente wie die „Wrecking Balls“ oder den „Cable Drum Slider“ sowie neue Varianten der überdimensionalen Stahlwippen, der KAUP Hero Ramps, meistern.
Bei den Damen holte sich StaplerCup-Debütantin Maren Schlabitz aus Kiel den Titel in der Women’s Forklift World Championship, vor Jennifer Rieger aus Grammetal und Katrin Knochenhauer aus Loxstedt.
Die Team Forklift World Championship gewann die Nationalmannschaft aus Belgien vor Slowenien und der Slowakei, den Corporate Cup entschied die HELU GmbH aus Hemmingen (Baden-Württemberg) für sich. Selten waren die Finals so offen wie in diesem Jahr: Keiner der vier Vorjahressieger konnte seinen Titel verteidigen.