Region (pm/dk) – Wer über Ostern noch spontan weg will, findet laut einer aktuellen Auswertung von HolidayCheck weiterhin vergleichsweise günstige Angebote. Vor allem bei Reisezielen mit aktuell geringerer Nachfrage gibt es noch Sparpotenzial. Deutlich teurer wird es dagegen dort, wo Sonne und verlässliche Badetemperaturen locken.
Besonders günstig ist aktuell die Costa Brava. Für zwei Personen kostet eine einwöchige Pauschalreise im Schnitt rund 940 Euro. Zum Baden ist es dort im März und April zwar meist noch zu kühl, dafür bietet die Region laut HolidayCheck viele Möglichkeiten für Aktiv- und Kultururlaub, etwa Küstenwanderungen, Ausflüge nach Barcelona oder Besuche in Girona.
Auch die Türkei zählt weiter zu den günstigsten Optionen im Pauschalreise-Segment. Eine Reise an die Türkische Riviera liegt derzeit bei rund 1.120 Euro für zwei Personen. Viele Angebote beinhalten All Inclusive, wodurch sich die Kosten gut planen lassen.
Ebenfalls vergleichsweise günstig bleibt Tunesien. Für eine Reise nach Djerba werden aktuell rund 1.260 Euro fällig. Trotz eines Preisanstiegs von 14 Prozent im Vergleich zum Februar gehört das Ziel damit weiter zu den günstigsten Warmwasser-Destinationen.
Besonders auf den griechischen Inseln zeigt sich laut HolidayCheck aktuell Sparpotenzial. Für eine Woche Pauschalurlaub auf Kos zahlen Paare rund 1.190 Euro. Das sind 19 Prozent weniger als noch im Februar. Auf Kreta liegt der Preis bei etwa 1.350 Euro, also 13 Prozent unter dem Vormonat.
Reiseexpertin Nina Hammer erklärt dazu: „Wir sehen aktuell, dass die Nachfrage nach Osterurlaub im Vergleich zu 2025 auf den griechischen Inseln unter Vorjahr liegt. Ein Grund dürfte sein, dass Ostern in diesem Jahr sehr früh liegt – vielerorts sind Ende März und Anfang April noch keine verlässlichen Badetemperaturen zu erwarten“.
Anders sieht es bei klassischen Sonnen- und Badezielen aus. Wer an Ostern auf verlässliche Badetemperaturen setzt, muss laut HolidayCheck deutlich tiefer in die Tasche greifen.
Für Ägypten werden für Marsa Alam aktuell rund 1.860 Euro fällig, für Hurghada etwa 1.840 Euro pro Woche für zwei Personen.
Noch teurer sind die Kanarischen Inseln. Für Gran Canaria liegt der Preis bei rund 2.610 Euro, auf Teneriffa bei etwa 2.130 Euro. HolidayCheck erklärt die stabile Nachfrage auch damit, dass einige Reisende wegen der aktuellen geopolitischen Lage ihre ursprünglichen Reisepläne geändert haben.
Nina Hammer sagt dazu: „Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass viele Reisende bereit sind, für Sonne, Sicherheit und ein planbares Urlaubserlebnis mehr Geld auszugeben – besonders rund um Ostern, wenn verlässliche Wetterbedingungen entscheidend sind. Das spiegelt sich auch in der stabil hohen Nachfrage auf den Kanarischen Inseln wider“.
Laut HolidayCheck reagieren Airlines derzeit kurzfristig auf die hohe Nachfrage und bauen ihre Kapazitäten für den April aus. Das gilt besonders für Ziele wie Mallorca, die Kanarischen Inseln und Griechenland. Dadurch könnten sich auch kurzfristig noch passende und mitunter günstigere Verbindungen finden.
Die Auswertung zeigt damit klar: Wer beim Reiseziel und beim Wetter flexibel ist, kann für Ostern 2026 noch vergleichsweise günstig verreisen. Besonders dort, wo die Nachfrage schwächer ist oder die Badetemperaturen noch unsicher sind, sind die Preise niedriger. Wer dagegen Sonne und Badeurlaub sucht, muss deutlich mehr einplanen.
Wichtig für Reisende: Für Reisen in die Türkei, nach Ägypten oder Tunesien, für die aktuell keine Reisewarnung besteht, ist eine kostenfreie Stornierung oder Umbuchung in der Regel nicht möglich. Auch Reiserücktrittsversicherungen greifen meist nicht bei allgemeinen geopolitischen Risiken. HolidayCheck rät deshalb dazu, bei Bedarf auf Flextarife zu achten.