Karlsruhe (pm/tk) – 116:109 – so lautete das Endergebnis nach Overtime im Duell zwischen den PS Karlsruhe LIONS und Phoenix Hagen, dem Tabellenführer der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Durch den unerwarteten Erfolg scheinen sogar die Playoffs wieder in Reichweite.
Der 30. Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA brachte für die PS Karlsruhe LIONS die erste Overtime der Saison, in der das Team von Headcoach Demond Greene am Ende die Oberhand über Tabellenführer Phoenix Hagen behielt. Über 2.400 Zuschauer in der Karlsruher Europahalle wurden am 4. April Zeuge eines epischen Duells zweier Mannschaften, die ein wahres Offensiv-Feuerwerk abbrannten und beste Werbung für ihren Sport betrieben. Geboten wurden 45 Minuten Hochspannung, im Verlauf derer wirklich alle auf ihre Kosten kamen. Nach atemlosen vier Vierteln verbuchten beide Kontrahenten jeweils 99 Punkte. Nach Ablauf der Overtime zeigte das Scoreboard 116:109 an.
Mit Fug und Recht konnte man von einem Dreier-Festival sprechen, zu dem beide Teams ihren Beitrag leisteten. Die Distanztrefferquote der Gäste betrug 49 Prozent. 18 ihrer 37 Versuche waren erfolgreich. Die LIONS kamen „nur“ auf 44 Prozent. Da Greenes Schützlinge aber ganze 54-mal von der Dreierlinie aus abdrückten, landeten am Ende 24 Treffer auf dem Karlsruher Konto.
Die LIONS haben mit dem Erfolg gegen den Spitzenreiter einen Big Point gelandet. Denn im Parallelspiel mussten die VfL SparkassenStars Bochum die dritte Niederlage in Folge hinnehmen und liegen punktgleich nur noch aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs vor Karlsruhe auf Rang acht. Das bedeutet aber auch, dass die LIONS nachlegen müssen, wenn sie sich doch noch einen Platz in den Playoffs sichern wollen – möglichst bereits am 18. April bei den RheinStars Köln.