Karlsruhe/Mannheim (pm/tk) – Der ADAC vergleicht die ÖPNV-Ticketpreise in 25 deutschen Großstädten. Die Preise in Karlsruhe liegen unterm Durchschnitt, in Mannheim teils darüber.
Wer in Karlsruhe die öffentlichen Nahverkehrsmittel nutzt und nicht das Deutschlandticket besitzt, zahlt im Durchschnitt weniger als in anderen deutschen Großstädten. Mit 3,50 Euro pro Fahrt liegt der Preis des KVV unterm ermittelten Durchschnitt der 25 untersuchten Städte von 3,68 Euro.
In Mannheim kommt es hingegen ganz auf die Art der Fahrkarte an: Während Erwachsene in der Quadratestadt für eine Einzelfahrkarte ebenfalls 3,50 Euro und damit weniger als im Bundeschnitt zahlen, liegen das Tagesticket und die Monatskarte über diesem Mittelwert.
Dies zeigt eine aktuelle Studie des ADAC, der die ÖPNV-Preise in 25 Großstädten vergleicht. Demnach stellte der Mobilitätsclub seit der letzten Betrachtung im Jahr 2021 einen ÖPNV-Ticketpreisanstieg von durchschnittlich 27 Prozent fest. In der Spitze liegen die Verteuerungen bei 58 Prozent für eine Monatskarte in Duisburg und bei 45 Prozent für eine Tageskarte in Frankfurt.
In Karlsruhe stiegen die Preise im Vergleich zu 2021 um 26 Prozent, in Mannheim um 33 Prozent. Diese Werte beziehen sich zusammengerechnet auf alle drei vom ADAC untersuchten Ticketarten in den nordbadischen Städten (Einzel-, Tages- und Monatskarte).
Die steigenden Fahrgastzahlen zeigen, dass die Menschen in Deutschland den ÖPNV brauchen und wollen. Für die Verkehrsverbünde heißt es nun, ihre Tarife im Kontext des Deutschlandtickets attraktiv zu gestalten. Da der Fortbestand des Deutschlandtickets von Bund und Ländern kürzlich für mehrere Jahre (mindestens bis 2030) beschlossen wurde, haben die Verkehrsverbünde nun erstmals Planungssicherheit und somit die Gelegenheit, ihr Tarifangebot grundlegend zu prüfen, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Fahrgäste bestmöglich gerecht zu werden.