Nico aus Au am Rhein fährt zum Bundeswettbewerb von „Jugend musiziert“

16. April 2026 , 05:03 Uhr

Au am Rhein (dk) – Mit viel Übung, klarer Zielstrebigkeit und jeder Menge Leidenschaft fürs Schlagzeug hat Nico Busch aus Au am Rhein den Sprung zum Bundeswettbewerb von „Jugend musiziert“ geschafft. Der 17-Jährige setzte sich im Landeswettbewerb durch und gehört damit zu den drei Schlagzeugern aus Baden-Württemberg, die für den Bundeswettbewerb nominiert wurden.

Über den Regional- und Landeswettbewerb bis nach ganz oben

Der Weg zum Bundeswettbewerb war für Nico klar vorgegeben: Erst musste er sich im Regionalwettbewerb durchsetzen, dann im Landeswettbewerb nachlegen. Dort gelang ihm die entscheidende Bestleistung.

Am Ende stand fest: Nico ist Sieger im Landeswettbewerb und damit für die nächste Runde qualifiziert. In Baden-Württemberg wurden nach seinen Angaben drei weitere Musikerinnen und Musiker für den Bundeswettbewerb nominiert.

Mit Snarky Puppy, Saxofon und einem Solo im 7/4-Takt

Für seinen Auftritt hat Nico ein Programm gewählt, das zu ihm passt. Neben Pflichtstücken spielte er auch eigene ausgewählte Stücke. Dazu gehörte ein Tune von Snarky Puppy, begleitet von Saxofonist Jan Prax aus Karlsruhe. Außerdem präsentierte er ein Solo im 7/4-Takt.

Dabei macht Nico auch deutlich, wo seine musikalischen Schwerpunkte liegen: „Der eine ist mehr auf Jazzstandards fokussiert, der eine ist mehr wie ich zum Beispiel auf Funk, Fusion […]“. Durch die verschiedenen Stilrichtungen sehe er seine Mitbewerber auch nicht als Konkurrenz.

Beim Bundeswettbewerb zählt jetzt jedes Detail

Viel ändern will Nico vor dem Bundeswettbewerb nicht mehr. Er setzt auf das gleiche Programm, will aber noch an Feinheiten arbeiten. Die Konkurrenz wird stark sein: Nach seinen Worten sind rund 16 Schlagzeuger aus ganz Deutschland dabei.

Trotzdem bleibt er ruhig. Seine Haltung ist klar: „Es ist irgendwie alles Übungssache, finde ich […]. Also weiter üben, weiter motiviert bleiben. Ist, glaube ich das Allerwichtigste.“

Auch bei den Chancen hält er sich bewusst zurück. Eine Prognose sei aus seiner Sicht kaum möglich, weil am Ende auch entscheidend sei, wie das Programm bei der Jury ankommt.

Seit Jahren am Schlagzeug – mit großem Ziel vor Augen

Schlagzeug spielt Nico seit rund acht Jahren. Schon früh habe er viel gespielt, später dann gezielt sehr viel geübt. Wichtig sei für ihn vor allem das Zusammenspiel mit anderen Musikern. Genau darin sehe er einen großen Lerneffekt.

Sein berufliches Ziel ist dabei längst klar: Berufsmusiker. Nico sagt: „Ja, auf jeden Fall. Also das war schon als kleines Kind mein Traum.“

Musikschulleiter Björn Etzel: „ein Traumschüler“

Auch Björn Etzel, Leiter des Drummer Circle Karlsruhe, findet im Interview deutliche Worte für Nicos Entwicklung. Er beschreibt den jungen Schlagzeuger als besonders wissbegierig und ehrgeizig.

Etzel hebt vor allem hervor, dass Nico aus eigenem Antrieb übt und dranbleibt: „Man wünscht sich einen Schüler, der jeden Tag ans Set hingeht und stundenlang aus Leidenschaft übt […].“

Nach Einschätzung des Musikschulleiters gehört Nico zu einer kleinen Gruppe von Schülern, die das Zeug für ein Musikstudium mitbringen. Für die Zukunft sieht er deshalb gute Chancen: „Also wir haben auch nur eine Handvoll Schüler […] auf Nicos Level in den letzten 17 Jahren Musikschule hier gehabt, die auf jeden Fall das Zeug dazu hätte sofort studieren zu können.“

„Da ist alles drin“

Auch mit Blick auf den Bundeswettbewerb traut Björn Etzel seinem Schüler viel zu. Seine Einschätzung fällt selbstbewusst aus: „Also wenn er einen guten Tag hat, da ist alles drin. Auf jeden Fall.“

Für Nico aus Au am Rhein ist die Qualifikation damit schon jetzt ein großer Erfolg. Beim Bundeswettbewerb will er nun genau das zeigen, was ihn bis hierher gebracht hat: viel Arbeit, große Leidenschaft und seinen ganz eigenen Stil am Schlagzeug.

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