Rastatt (dpa/er24/svs) – Das schwere Gewitter in der Nacht zu Samstag hatte in Rastatt dramatische Folgen: Während eines Sportfests der Handballer in Niederbühl zieht ein Unwetter auf – dann schlägt ein Blitz ein. Neun Menschen werden verletzt, sechs von ihnen kommen ins Krankenhaus.
Zahlreiche Kinder und Erwachsene, die dort im Rahmen des Festes übernachteten, wurden von dem aufziehenden Unwetter überrascht.
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei schlug der Blitz direkt auf dem Zeltplatz ein. Dabei wurden insgesamt neun Menschen verletzt. Eine Person erlitt schwere Verletzungen, die anderen acht Personen wurden wohl eher leicht verletzt. Dies bestätigte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Offenburg auf Anfrage in der Nacht.
Unmittelbar nach dem Vorfall wurde ein Großaufgebot von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei alarmiert. Die Einsatzkräfte versorgten die Verletzten vor Ort. Zahlreiche Einsatzfahrzeuge waren auf dem Sportgelände im Einsatz. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnete für Samstag mit weiteren Gewittern. Von den Mittelgebirgen bis zu den Küsten könnten sie gebietsweise kräftig ausfallen. Unwetter seien nicht ausgeschlossen. Die Gewitterfront werde langsam in Richtung Osten ziehen. «Dort dann im Laufe des Nachmittags Intensivierung und vereinzelte Unwetter wahrscheinlich», hieß es vom DWD.
Am Spätnachmittag und Abend seien dann auch in den übrigen Regionen – abgesehen vom äußersten Nordwesten – erneut einzelne kräftige Gewitter möglich, «allerdings nur sehr kleinräumig und bei Weitem nicht überall».
Bereits am Freitag waren über die südwestlichen Teile Nordrhein-Westfalens Gewitter gezogen. Über größere Schäden wurde zunächst nichts bekannt. Der DWD hatte zuvor Unwetterwarnungen unter anderem für die Regionen Aachen, Bonn, Köln, Neuss, Düsseldorf, Solingen und Wuppertal sowie den Oberbergischen Kreis und den Kreis Olpe veröffentlicht. Auch in Rheinland-Pfalz gab es Unwetter.