Karlsruhe (pm/dk) – Die Modernisierung der Karlsruher Stadthalle macht weiter Fortschritte, bringt aber auch neue Herausforderungen mit sich. Vor allem bei sicherheitsrelevanten Anlagen sind noch technische Nachjustierungen nötig. Nach aktuellem Stand sollen erste Veranstaltungen voraussichtlich im Sommer 2026 möglich sein. Eigentlich galt das Frühjahr als Deadline.
Wirtschaftsbürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende der Messe Karlsruhe Gabriele Luczak-Schwarz sowie Baubürgermeister Daniel Fluhrer haben gemeinsam mit dem Gesamtplaner der SSP AG und dem Projektsteuerer BMP über den aktuellen Sachstand bei der Modernisierung der Stadthalle informiert.
Thema waren auch neue technische Herausforderungen, die sich in der Prüf- und Einregulierungsphase gezeigt haben.
Wie die Stadt mitteilt, sind insbesondere bei sicherheitsrelevanten Anlagen zusätzliche Arbeiten erforderlich, bevor der Veranstaltungsbetrieb starten kann.
Bei den laufenden Funktionsprüfungen der Brandschutz- und Entrauchungsanlagen wurde festgestellt, dass einzelne Antriebe von Entrauchungstüren derzeit nicht vollständig entsprechend der planerischen Vorgaben öffnen. Diese Türen sind ein zentraler Bestandteil des Sicherheitskonzepts, weil sie im Brandfall die gezielte Entrauchung betroffener Bereiche ermöglichen.
Die nötigen technischen Anpassungen und Abstimmungen laufen derzeit gemeinsam mit den beteiligten Firmen.
Parallel dazu wird auch das Zusammenspiel aller gebäudetechnischen Systeme überprüft. Eine wichtige Rolle spielt dabei die sogenannte Brandfallsteuermatrix. Dabei wird getestet, ob alle sicherheitsrelevanten Anlagen im Ernstfall wie vorgesehen zusammenarbeiten.
Die Überprüfung fand in Kalenderwoche 8 statt. Die daraus abgeleiteten Arbeiten wurden zwischen den Projektbeteiligten abgestimmt und werden nun umgesetzt.
Geprüft wurden außerdem die akustischen Anforderungen in den Veranstaltungssälen. Nach Angaben der Stadt zeigen die Messungen, dass die vorgesehenen Zielwerte erreicht oder teilweise sogar übertroffen werden. Aktuell laufen noch Feinabstimmungen für weitere Optimierungen.
Wegen der zusätzlichen technischen Abstimmungen und Prüfungen wird die Terminplanung für die Inbetriebnahme der Stadthalle nun fortgeschrieben.
In enger Abstimmung mit der Messe Karlsruhe werde aber weiter an der Vorbereitung erster Veranstaltungsformate gearbeitet. Nach aktuellem Stand und wegen der zusätzlichen, so nicht vorhersehbaren Herausforderungen sollen erste Veranstaltungen – auch für Bürgerinnen und Bürger – voraussichtlich im Sommer 2026 möglich sein.
Bei den Kosten gibt es derzeit noch keine abschließend belastbare Gesamtdarstellung. Die Stadt verweist auf mehrere Ereignisse und weitere offene Herausforderungen, die noch bewertet werden müssen.
Im aktuellen Haushaltsplan 2026/2027 ist für das Projekt ein Budget von rund 158.749.000 Euro enthalten.
Für die Stadt Karlsruhe haben Qualität, Sicherheit und Funktionsfähigkeit des Gesamtprojekts weiterhin oberste Priorität. Die Stadthalle soll nach Abschluss der Arbeiten wieder als repräsentatives Gebäude im Stadtzentrum für Bürgerinnen und Bürger sowie regionale und überregionale Gäste zur Verfügung stehen.