Pforzheim (pm/dk) – An der Ecke Calwer Straße/Kreuzstraße ist ein neues Fassadenkunstwerk vollendet worden. Die Künstlerin Maja Hürst hat ihr im Mai begonnenes Werk jetzt fertiggestellt – nachdem Wetter und die Evakuierung bei der Bombenentschärfung die Arbeiten damals unterbrochen hatten.
Maja Hürst war von Montag, 12. Oktober, bis Donnerstag, 15. Oktober, noch einmal in Pforzheim, um das Fassadenkunstwerk zu vollenden.
Begonnen hatte sie damit bereits im Mai. Wegen witterungsbedingter Unterbrechungen und der Evakuierung im Zusammenhang mit der Bombenentschärfung am 17. Mai konnte das Werk damals nicht vollständig fertiggestellt werden.
„Damit ist Pforzheim nun um ein weiteres Fassadenkunstwerk an einer sehr zentralen Stelle reicher“, sagt Kulturamtsleiterin Angelika Drescher.
Die Künstlerin entwickelt ihre Wandbilder nach Angaben der Stadt immer direkt vor Ort. In Pforzheim arbeitete sie für ihr Mural erstmals mit Putz. Farbige Elemente und Rosetten wurden als Flachreliefs gestaltet.
Formal greift Hürst das vertikal verlaufende Fensterband der Fassade auf und dupliziert es. Damit reagiert das Werk sowohl auf die Architektur der Kreuzung als auch auf die Geschichte der Goldstadt.
Die dargestellten Fenster sollen Ein- und Ausblicke in unterschiedliche Lebensrealitäten in Pforzheim zeigen.
Inhaltlich symbolisiert das Mural ein „Glücksarmband“. Zu sehen ist eine Kette, die von einer Hand gehalten wird. Daran reihen sich farbenfrohe, von Tieren inspirierte Ornamente.
Zu den Motiven gehören unter anderem Oktopus, Skarabäus und Axolotl. Sie treffen in der Bildsprache des Kunstwerks auf Hund und Katze und sollen dazu einladen, sich mit Neugierde kennenzulernen.
Maja Hürst war auf Einladung des Kulturamts mit ihrem künstlerischen Universum „TIKA“ in Pforzheim.
Bevor sie mit dem Fassadenkunstwerk begann, stellte sie sich und ihre Arbeiten in der Ausstellung „MANUALISTIKA“ im „KULTURRAUM“ vor. Begleitet wurde das Projekt von Kuratorin Regina M. Fischer.