Calw (pm/tk) – Mit dem 1. August startet das Buskonzept Nordost. Es ergänzt die Hermann-Hesse-Bahn und bildet gemeinsam mit ihr ein deutlich verbessertes ÖPNV-System im Kreis Calw.
Mehrere Buslinien übernehmen künftig eine wichtige Funktion als Zu- und Abbringer zur Hermann-Hesse-Bahn. Dadurch werden nicht nur die direkt an der Bahnstrecke liegenden Orte besser angebunden. Auch Ortschaften ohne unmittelbaren Anschluss an die Hermann-Hesse-Bahn erhalten eine zuverlässige und attraktive ÖPNV-Verbindung.
So profitieren unter anderem Ottenbronn und Neuhengstett von umsteigefreien Verbindungen nach Weil der Stadt und Calw. Gechingen erhält eine Direktverbindung zum Bahnhof Althengstett mit Anschluss an die Hermann-Hesse-Bahn in Richtung Weil der Stadt. Auch wichtige Einrichtungen wie der Calwer Gesundheitscampus und das Landratsamt werden künftig aus vielen Orten der Raumschaft umsteigefrei erreichbar sein.
Ein weiterer Schwerpunkt des neuen Konzepts liegt auf einer verbesserten Bedienung in den Abendstunden. In Monakam, Unterhaugstett, Möttlingen und Ottenbronn fahren die Busse künftig abends deutlich länger als bisher. Damit wird das ÖPNV-Angebot insbesondere für PendlerInnen und für Freizeit- und Alltagswege spürbar attraktiver.
Die Hauptlinien 670 und 671 bilden künftig die zentralen Achsen des Buskonzepts Nordost. Beide Linien verkehren ab Althengstett auf unterschiedlichen Fahrwegen. Die Linie 670 bindet ab Althengstett den Gesundheitscampus an. Die Linie 671 ergänzt das Angebot über Ottenbronn und Hirsau bis nach Calw und schafft damit einen zusätzlichen Rundkurs mit erweiterten Verbindungsmöglichkeiten. Gleichzeitig wird mit diesen Linien die Anbindung von Simmozheim nach Althengstett, Calw und Weil der Stadt sichergestellt.
Neu hinzu kommt die Linie 672 als Zubringerlinie an Werktagen. Sie übernimmt einerseits Aufgaben im Schülerverkehr und schafft zugleich eine wichtige Verbindung von Gechingen zur Hermann-Hesse-Bahn.
Die Linie 880 bleibt weitestgehend unverändert bestehen. Sie stellt weiterhin die bewährte Verbindung zwischen der S-Bahn in Weil der Stadt und der Kulturbahn in Bad Liebenzell sicher.
Auch die Linie 668 erhält künftig eine klare Funktion im Gesamtnetz: Sie stellt eine stabile Anbindung zwischen Holzbronn und dem Zentrum für Psychiatrie Nordschwarzwald sicher. Am Wochenende wird diese Verbindung durch die Linien 671 in Richtung Holzbronn sowie 670 im Bereich Klinik Hirsau mit abgedeckt.
Die Linie 662 sorgt weiterhin für die Schulanbindung der nördlichen Teilorte an das Althengstetter Schulzentrum.
Vorgesehen ist lediglich eine kleinere Anpassung auf der Linie 630. Dabei wird die bisherige Durchbindung der Linie X63 aus Richtung Bad Herrenalb verändert. Künftig fährt die 630 nach einer Pause weiter in Richtung Heumaden. Dadurch kann vom ZOB Calw aus ein besser abgestimmter Takt zum Gesundheitscampus angeboten werden.
Die Anpassung verbessert somit gezielt die Anbindung einer wichtigen Einrichtung, ohne das bestehende Liniengefüge im Netz umfassend zu verändern. Zusätzlich wurden zwei feste Fahrten samstags von Heumaden nach Calw und zurück eingeführt.
Alle Fahrpläne stehen auf der Website der Verkehrsgesellschaft Bäderkreis Calw mbH (VGC) unter www.vgc-online.de zur Verfügung.