Neuer Großbatteriespeicher in Karlsruhe geht in Betrieb

05. Oktober 2026 , 18:16 Uhr

Karlsruhe (pm/dk) – Die Stadtwerke Karlsruhe haben auf dem Gelände des Heizkraftwerks West einen neuen Großbatteriespeicher in Betrieb genommen. Die Anlage soll dabei helfen, Strom aus erneuerbaren Energien flexibler zu nutzen und das Stromnetz zu stabilisieren.

28 Megawattstunden Speicherkapazität

Der neue Speicher verfügt nach Angaben der Stadtwerke über eine einsetzbare Leistung von rund 12 Megawatt und eine Speicherkapazität von 28 Megawattstunden.

Die Anlage kann Strom innerhalb weniger Sekunden aufnehmen und später wieder ins Netz einspeisen. Dadurch sollen kurzfristige Schwankungen zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch besser ausgeglichen werden.

Überschüssigen Strom zwischenspeichern

Vor allem bei viel Wind- oder Solarstrom entstehen zeitweise Überschüsse. Diese können mit dem Batteriespeicher aufgenommen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder genutzt werden.

Die Stadtwerke wollen damit zusätzliche Flexibilität für die regionale Energieversorgung schaffen und zugleich die Versorgungssicherheit stärken.

Hoher einstelliger Millionenbetrag investiert

In die Anlage hat das Unternehmen einen hohen einstelligen Millionenbetrag investiert.

Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz bezeichnet den Speicher als wichtigen Baustein für die Energiewende in Karlsruhe. „Die neue Anlage ist ein starkes Signal für den Klimaschutz und für die Zukunft unserer Stadt“, so die Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke.

Stadtwerke sehen wichtigen Meilenstein

Auch Stadtwerke-Geschäftsführer Michael Homann spricht von einem wichtigen Schritt:

„Die Inbetriebnahme unseres Großbatteriespeichers ist ein wesentlicher Meilenstein für die Energiewende in Karlsruhe.“

Mit dem weiteren Ausbau erneuerbarer Energien werde die Fähigkeit, Stromangebot und Stromnachfrage flexibel zusammenzubringen, immer wichtiger.

Speicher soll auch am Strommarkt eingesetzt werden

Neben dem Nutzen für das Stromsystem soll die Anlage auch wirtschaftlich eingesetzt werden können.

„Der Batteriespeicher verbindet Systemnutzen und Wirtschaftlichkeit“, sagt Dr. Steffen Knapp, Bereichsleiter Strategie, Handel und Forschung bei den Stadtwerken Karlsruhe.

Der Speicher könne kurzfristig Flexibilität bereitstellen und zugleich gezielt am Strommarkt eingesetzt werden.

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