Freudenstadt (pm/tk) – Gelebte Nachbarschaftshilfe: Der Freudenstädter Neptunbrunnen auf Deutschlands größtem Marktplatz ist wieder komplett. Dank Unterstützung aus Baiersbronn-Friedrichstal hat die Götterfigur einen neuen Dreizack in der Hand.
Rund zwei Jahre lang musste der Meeresgott mit leerer Hand über dem Platz thronen. Randalierer hatten den Dreizack herabgerissen, vermutlich in der Fasnet. Jetzt gaben ihm Christoph Wörner und Jürgen Armbruster von der Dorfgemeinschaft Friedrichstal im „Tal der Hämmer“ sein Symbol der Macht und göttlichen Autorität zurück.
Der Schmied Egon Haist hatte den rund acht Kilogramm schweren Dreizack aus Metall geschmiedet, die Kollegen der Dorfgemeinschaft haben ihn anschließend lackiert. Er war anlässlich des Tags des offenen Denkmals in der historischen Schmiede angefertigt worden.
Jürgen Schnurr vom Heimat- und Museumsverein Freudenstadt hatte diese Kooperation angeregt. Jürgen Lieb vom Baubetriebsamt der Stadt Freudenstadt hievte das Montagsteam im Korb mit dem Radlader hinauf zur Götterfigur. Involviert war außerdem Stefan Kälberer vom städtischen Tiefbauamt, dort zuständig für die Brunnen.
„Der neue Dreizack sieht großartig aus. Eine ganz tolle Arbeit, ein echtes Kunstwerk. Vielen Dank im Namen aller Einwohner Freudenstadts ins Friedrichstal“, sagte Bürgermeister Wolfgang Fahrner. „Gern geschehen“, sagte Christoph Wörner. Für die Dorfgemeinschaft sei dies selbstverständlich gewesen und ein Beitrag dazu, die enge Zusammenarbeit zwischen Freudenstadt und Baiersbronn fortzuführen, die mit der Gartenschau im „Tal X“ begründet worden war.
Der historische und markante Brunnen stammt aus im Jahr 1763. Auf der Säule in der Mitte steht eine rund zwei Meter hohe Neptunfigur aus Buntsandstein gehauen. Drei ovale Kartuschen zeigen das Stadtwappen und Inschriften.