Landau (pm/ms) – An zwei vielbefahrenen Kreuzungen in Landau stehen seit Kurzem neue graue Kästen. Was auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, ist Teil eines Forschungsprojekts: Die Stadt untersucht, wie intelligente Ampelsteuerung die Luftqualität beeinflussen kann.
Die neuen Umweltmessstationen wurden an den Kreuzungen Maximilianstraße/Paul-von-Denis-Straße/Rheinstraße und Schlossstraße/Xylanderstraße aufgebaut. Sie gehören zum Forschungsprojekt AIAMO – das steht für „Artificial Intelligence And MObility“.
Die Stationen messen künftig unter anderem Luftschadstoffe und weitere Umweltdaten entlang stark befahrener Verkehrsachsen in Landau.
AIAMO ist ein Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung. Dabei wird erprobt, wie Künstliche Intelligenz im Mobilitätsmanagement eingesetzt werden kann.
Landau ist gemeinsam mit Leipzig Modellregion. Die Stadt bietet mit täglich rund 37.000 Pendlerbewegungen eine passende Testumgebung, um neue Ansätze in der Verkehrssteuerung zu untersuchen.
In Landau geht es vor allem um eine optimierte Ampelsteuerung auf den Hauptverkehrsachsen. Durch eine dynamische Anpassung der sogenannten Versatzzeiten zwischen den Ampelanlagen soll der Verkehr künftig flüssiger laufen.
Ziel ist es, unnötigen Stop-and-go-Verkehr zu reduzieren. Die neuen Umweltmessstationen liefern dafür wichtige Vergleichsdaten. Zunächst wird gemessen, wie die Luftqualität im aktuellen Verkehrsablauf ist. Später können diese Werte mit den Daten nach einer möglichen Optimierung der Ampelschaltungen verglichen werden.
Oberbürgermeister Dominik Geißler erklärt dazu: „Mit den Umweltmessstationen schaffen wir eine wichtige Grundlage, um die Auswirkungen moderner Verkehrssteuerung auf die Luftqualität in Landau nachvollziehbar zu untersuchen. Künstliche Intelligenz kann dabei helfen, Mobilität effizienter, sicherer und nachhaltiger zu gestalten. Unser Ziel ist ein möglichst flüssiger Verkehr mit weniger unnötigen Haltevorgängen.“
Die technische Optimierung der Ampelsteuerung wird aktuell in einem sogenannten „Digitalen Zwilling“ vorbereitet und getestet. Wann die neuen Steuerungsverfahren tatsächlich aktiviert werden, steht derzeit noch nicht fest.
Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter www.aiamo.de.