Karlsruhe (pm/dk) – In Karlsruhe-Oberreut geht der Bau der neuen Kindertagesstätte an der Johestraße sichtbar voran. Die Volkswohnung hat dort jetzt Richtfest gefeiert. Damit ist ein wichtiger Schritt geschafft: Der Rohbau steht. Ende des ersten Quartals 2027 soll die neue Kita fertig sein.
Auf dem Grundstück in der Johestraße 9 entsteht eine fünfgruppige Kindertagesstätte. Künftig sollen dort 82 Betreuungsplätze angeboten werden.
Geplant sind eine Krippengruppe für Kinder unter drei Jahren sowie vier altersgemischte Gruppen. Träger der Einrichtung wird die AWO Karlsruhe gGmbH, die bereits im Stadtteil aktiv ist.
Die neue Einrichtung soll „Kita Ringelblume“ heißen. Der Name stellt einen Bezug zu einer der fünf Säulen des Kneipp-Konzeptes her: den Heilkräutern. Nach diesem Konzept soll die Kita künftig pädagogisch arbeiten.
Der Neubau entsteht in einem Stadtteil, der in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen ist. Besonders im nahegelegenen Neubaugebiet an der Woerishofferstraße sind zusätzliche Wohnungen entstanden. Dort wurden 173 neue Wohnungen geschaffen, die besonders von Familien genutzt werden.
Damit steigt auch der Bedarf an wohnortnahen Betreuungsplätzen. In Oberreut leben rund 10.325 Einwohnerinnen und Einwohner. Die Volkswohnung hält dort mit 2.508 Wohnungen einen großen Teil des Wohnungsbestands.
Karlsruhe verfügt zwar über mehr als 200 Kindertageseinrichtungen, trotzdem reicht das Angebot nicht überall aus, um die Nachfrage vollständig zu decken.
Beim Richtfest wurde deutlich, welche Bedeutung die Kita für das Quartier haben soll.
„Wir reden oft davon, in die Zukunft zu investieren. Heute sehen wir ganz konkret, wie dies aussieht: Mit der neuen Kita entsteht ein wichtiger Baustein für die zukünftige Familienfreundlichkeit in Oberreut“, sagt Daniel Fluhrer, Baubürgermeister der Stadt Karlsruhe und Aufsichtsratsvorsitzender der Volkswohnung.
Fluhrer betont außerdem: „Gerade dort, wo neue Wohnungen entstehen, müssen Bildungs- und Betreuungsangebote mitwachsen. Die Einrichtung schafft wohnortnahe Plätze und stärkt die soziale Infrastruktur im Quartier.“
Erst im Februar war der Spatenstich für das Projekt gefeiert worden. Dass nun schon Richtfest ist, zeigt den schnellen Baufortschritt.
„Dass wir bereits jetzt Richtfest feiern können, zeigt, wie gut das Projekt vorankommt“, sagt Stefan Storz, Geschäftsführer der Volkswohnung. „Dieser Fortschritt ist vor allem der sehr guten Zusammenarbeit aller Baubeteiligten zu verdanken.“
Die Baukosten liegen bei rund 5,6 Millionen Euro.
Der Neubau wird als zweigeschossiger Baukörper in Massivbauweise errichtet. Vorgesehen sind Gruppenräume mit Abstellbereichen, Intensivräume und Garderoben.
Dazu kommen ein Mehrzweckraum, mehrere Küchen und Lagerräume sowie Personalräume. Ein Vorplatz mit Fahrradstellplätzen und Parkzone soll künftig die Ankunft von Kindern, Eltern und Beschäftigten erleichtern.
Beim Bau werden aktuelle Anforderungen an Energieeffizienz und Schallschutz berücksichtigt. Der Primärenergiebedarf der Kita liegt bei 63 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Als Energieträger ist Fernwärme vorgesehen.
Zum Schutz vor Verkehrslärm entsteht außerdem eine 4,5 Meter hohe Lärmschutzwand. Sie soll den Außenspielbereich und die Gruppenräume abschirmen.
Auch rund um die Kita wurden bereits städtebauliche Maßnahmen umgesetzt. Dazu gehören eine neue Planstraße und ein ergänzender Lärmschutzwall.
Fuß- und Radwege sollen das Quartier künftig zusätzlich erschließen. Die neue Kindertagesstätte wird damit Teil einer Entwicklung, die auf kurze Wege, sichere Verbindungen und eine hohe Aufenthaltsqualität setzt.
Nach dem Richtfest folgen nun der Innenausbau und die technische Ausstattung. Läuft alles weiter nach Plan, kann die Kita Ende des ersten Quartals 2027 fertiggestellt werden.