Auch Überfall in Rastatt ist Thema

Neue Hoffnung im Mordfall von Lahr: „Aktenzeichen XY“ greift Cold Case auf

05. Mai 2026 , 17:15 Uhr

Rastatt/Lahr (dpa/dk) – Seit mehr als 26 Jahren ist der Mord an einem Arzt aus Lahr ungeklärt. Jetzt hoffen die Ermittler auf den Durchbruch: Neue Hinweise, moderne DNA-Analysen und die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY…ungelöst“ sollen helfen, den Täter doch noch zu finden. Neben dem Mordfall aus Lahr wird in „Aktenzeichen XY“ am Mittwochabend auch ein weiterer ungeklärter Fall aus Rastatt vorgestellt.

Arzt wurde im Januar 2000 tot gefunden

Der Fall geht zurück auf den 21. Januar 2000. Damals wurde ein 39 Jahre alter Narkosearzt tot in einem Gebüsch gefunden. Er war erwürgt worden.

Der Arzt hatte zuvor das Lahrer Herzzentrum verlassen und wollte wohl zum Bahnhof. Dort kam er aber nie an. Wochenlang ermittelte damals die Sonderkommission „Römer“. Auch ein Verdächtiger geriet in den Fokus.

Die Ermittler suchten unter anderem in Altkleidercontainern, überprüften Mülltonnen an der Autobahn und pumpten einen Teich ab. Gesucht wurden die Geldbörse und die Jacke des Opfers. Beides blieb ohne Erfolg.

Neue Spur führt ins berufliche Umfeld

Jetzt gibt es laut Kriminalpolizei Offenburg „vielversprechende neue Ermittlungsansätze“. Der Fall müsse umfassend neu bewertet werden.

Im Fokus steht dabei besonders das berufliche Umfeld des getöteten Arztes. Außerdem wurden Spuren von damals mit heutigen kriminaltechnischen Methoden erneut untersucht.

Aktuell laufen DNA-Analysen. Die Spuren könnten möglicherweise einem Täter oder dessen Umfeld zugeordnet werden.

Kannten sich Opfer und Täter?

Nach neuen Zeugenhinweisen und einer erneuten Prüfung der damaligen Erkenntnisse gehen die Ermittler davon aus, dass sich Opfer und Täter kannten.

Bei einer Begegnung am Abend des Mordes soll es zu einer eskalierenden Auseinandersetzung gekommen sein.

Weiter offen bleiben zentrale Fragen: Kannte der Arzt seinen Mörder wirklich? Wie kam er so schnell von der Klinik an den späteren Fundort? Und warum stieg er offenbar in ein Auto und nicht in den Zug?

Fall kommt zu „Aktenzeichen XY“

An diesem Mittwochabend, 6. Mai, wird der Mordfall ab 20.15 Uhr in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ vorgestellt. Die Ermittler hoffen, dass sich dadurch weitere Zeugen melden.

Auch Beobachtungen, die auf den ersten Blick unwichtig wirken, könnten für die weiteren Ermittlungen entscheidend sein. Für Hinweise wurde eine Belohnung von 3.000 Euro ausgesetzt.

Auch Rastatter Taxi-Überfall Thema in der Sendung

Neben dem Mordfall aus Lahr wird in „Aktenzeichen XY“ auch ein weiterer ungeklärter Fall aus Baden-Württemberg vorgestellt.

Dabei geht es um einen Raubüberfall auf einen Taxifahrer in Rastatt vor fast drei Jahren. Die Ermittler haben einen dringend Tatverdächtigen, der Mann ist aber auf der Flucht.

Der 29-Jährige soll mit einem Komplizen am Bahnhof Rastatt in ein Taxi gestiegen sein. Nach kurzer Fahrt soll der Taxifahrer mit einem Kampfmesser bedroht worden sein. Als er sich verteidigen wollte, wurde er schwer an beiden Händen verletzt. Die Täter flüchteten.

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