Bruchsal/Rheinstetten/Remchingen/Bühl (pm/dk) – Auf mehreren wichtigen Straßen in der Region beginnen ab Montag, 7. September, neue Bauabschnitte. Betroffen sind unter anderem die B35 bei Bruchsal, die B36 in Rheinstetten, die L570 zwischen Wilferdingen und Königsbach sowie Straßen rund um Bühl und Altschweier. Teilweise gibt es Vollsperrungen und größere Umleitungen. Ein Überblick über die einzelnen Baustellen.
Die Sanierung der B35 und B35a zwischen Bruchsal und Graben-Neudorf läuft bereits seit dem 3. August 2026. Insgesamt wird die Bundesstraße auf einer Länge von rund acht Kilometern erneuert. Die gesamte Maßnahme soll voraussichtlich bis Juni 2027 dauern.
Der Baustellenbereich reicht von der ehemaligen Kreismülldeponie bei Bruchsal bis kurz vor den Anschluss B35/B36 bei Graben-Neudorf.
Im Zuge der Arbeiten werden außerdem die Anschlussstelle Bruchsal der A5 sowie die bahnparallele K3575 zwischen Bruchsal und Ubstadt-Weiher auf rund 2,9 Kilometern saniert. Hinzu kommen Arbeiten an 17 Brückenbauwerken sowie die Erneuerung mehrerer Entwässerungs- und Schutzeinrichtungen.
Die gesamte Maßnahme ist in sieben Bauabschnitte gegliedert.
Der Bauabschnitt liegt auf der B35a bei Forst zwischen dem Knotenpunkt B35a/L556 und der Autobahnanschlussstelle Bruchsal.
Die Arbeiten sollen voraussichtlich zwei Wochen dauern und bis Montag, 21. September 2026, abgeschlossen sein.
Währenddessen wird der gesamte Verkehr der B35 auf die Richtungsfahrbahn Bruchsal gelegt. In beide Richtungen steht damit jeweils ein Fahrstreifen zur Verfügung.
In der Anschlussstelle Bruchsal ist zudem die Rampe in Fahrtrichtung Kronau gesperrt. Der Verkehr wird innerhalb der Autobahnanschlussstelle umgeleitet.
Wer von Forst in Richtung A5-Anschlussstelle Bruchsal oder Germersheim fährt, wird über die L556 zur Kreuzung B3/B35 Prinz Max und anschließend durch Bruchsal über die B3 zurück auf die B35a geführt.
Auch an der B36 in Rheinstetten geht eine größere Sanierungsmaßnahme in die nächste Phase. Seit dem 1. Juni 2026 wird dort der Straßenaufbau vollständig erneuert.
Dabei wird unter anderem ein lärmmindernder offenporiger Asphalt eingebaut. Zusätzlich wird der Kreuzungsbereich Merkurstraße/Bashaide grundhaft saniert. Ziel ist ein regelkonformer Straßenaufbau sowie ein besserer Schutz der Anwohner vor Verkehrslärm.
Am Montag, 7. September 2026, beginnt der dritte und letzte Bauabschnitt.
Im dritten Abschnitt wird der Kreuzungsbereich Merkurstraße/Bashaide in Fahrtrichtung Karlsruhe erneuert.
Dafür muss die Kreuzung komplett gesperrt werden. Eine Ein- oder Ausfahrt ist dort nicht möglich. Die Auffahrt und Abfahrt erfolgt stattdessen über die Rheinaustraße.
Weiterhin befahrbar bleiben der Einmündungsbereich Durmersheim-Nord und der Kreuzungsbereich an der L566. Auch an den Knotenpunkten Römerstraße/Industriestraße, Querspange und K3581 bleiben die bisherigen Verkehrsbeziehungen erhalten.
Die Gesamtmaßnahme sollte ursprünglich Mitte September abgeschlossen sein. Inzwischen wird mit einer Fertigstellung Ende September 2026 gerechnet.
Grund sind Verzögerungen im zweiten Bauabschnitt. Probleme bei Abdichtungsarbeiten aufgrund einer defekten Maschine zwangen die Baufirma dazu, die geplanten Abläufe mehrfach anzupassen.
Zusätzlich führten Hitzeperioden zu weiteren Ausfallzeiten und einer geringeren Leistungsfähigkeit. An einzelnen Tagen konnte überhaupt kein Asphalt eingebaut werden.
Die Verzögerungen wirken sich auch auf den letzten Bauabschnitt aus. Die einzelnen Arbeiten, beteiligten Firmen und Verkehrsführungen müssen neu koordiniert werden. Nach Angaben des Regierungspräsidiums lassen sich deshalb auch Leerlaufzeiten nicht vollständig vermeiden.
Die Kosten der gesamten Maßnahme liegen bei rund drei Millionen Euro brutto und werden vom Bund getragen.
Eine weitere größere Baustelle beginnt am Montag, 7. September 2026, auf der L570 zwischen Wilferdingen und Königsbach.
Auf rund 2,6 Kilometern zwischen den Knotenpunkten B10/L570 und L571/L570 wird die Fahrbahndecke erneuert. Grund ist der schlechte Zustand der Straße.
Die Arbeiten werden in vier Bauabschnitten unter Vollsperrung ausgeführt und sollen bis Mittwoch, 28. Oktober 2026, dauern.
Die Zufahrt zum Bahnhof Wilferdingen-Singen bleibt während der gesamten Bauzeit möglich.
In den ersten drei Bauabschnitten werden alle Asphaltschichten vollständig abgefräst und verstärkt neu eingebaut. Im Kreisverkehr Billäcker/Raiffeisenstraße und im vierten Abschnitt wird die Asphaltdeckschicht erneuert.
Der erste Bauabschnitt läuft von Montag, 7. September, bis Freitag, 18. September 2026.
Er beginnt am Knotenpunkt B10/L570 in Wilferdingen und reicht bis zur zweiten Einfahrt des westlichen Park-and-Ride-Platzes am Bahnhof Wilferdingen-Singen.
Beide Parkplätze sind in diesem Zeitraum von Osten aus erreichbar.
Am Kreisverkehr B10/L570 regelt eine Dreiphasenampel den Verkehr. Die Umleitung führt über die B10 und K4580 – Kinzigstraße beziehungsweise Königsbacher Straße – sowie über die Straße Billäcker.
Der zweite Abschnitt läuft von Freitag, 18. September, bis Mittwoch, 30. September 2026.
Er reicht von der zweiten Einfahrt des westlichen Park-and-Ride-Platzes bis zur zweiten Einfahrt des östlichen Parkplatzes am Bahnhof.
Der westliche Parkplatz ist in dieser Phase von Westen erreichbar, der östliche von Osten. Die Umleitung bleibt dieselbe wie im ersten Bauabschnitt.
Vom Mittwoch, 30. September, bis Donnerstag, 15. Oktober 2026, folgt der dritte Bauabschnitt.
Er reicht vom östlichen Park-and-Ride-Platz bis zum Kreisverkehr Billäcker/Raiffeisenstraße und umfasst auch die Rampe zur K4580.
Beide Parkplätze sind in dieser Phase von Westen aus erreichbar.
Der Kreisverkehr Billäcker/Raiffeisenstraße wird halbseitig gesperrt. Auch hier kommt eine Dreiphasenampel zum Einsatz. Die Umleitung erfolgt weiterhin über dieselbe Strecke wie in den ersten beiden Bauabschnitten.
Der letzte Bauabschnitt läuft von Donnerstag, 15. Oktober, bis Mittwoch, 28. Oktober 2026.
Er beginnt am Kreisverkehr Billäcker/Raiffeisenstraße und reicht bis zum Knotenpunkt L570/L571.
Der Kreisverkehr wird weiterhin halbseitig gesperrt und mit einer Dreiphasenampel geregelt. Auch der Knotenpunkt L570/L571 wird halbseitig gesperrt, dort steuert eine Ampelanlage den Verkehr.
Die Umleitung führt in dieser Phase über die B10, das Ersinger Kreuz, die K4538, Ersingen sowie über die L570 und Bilfingen nach Königsbach.
Die Kosten der Maßnahme liegen bei rund 1,2 Millionen Euro. Finanziert wird sie vom Land Baden-Württemberg.
Auch im Landkreis Rastatt stehen im September zwei Sanierungen an.
Von Montag, 7. September, bis Freitag, 11. September 2026, erneuert das Landratsamt Rastatt die Fahrbahndecke zwischen dem Kreisverkehr Bußmatten und dem Autobahnzubringer L85.
Dieser Abschnitt wird während der Arbeiten für den Verkehr gesperrt.
Aus Gründen der Arbeitssicherheit sind in diesem Zeitraum auch die Abfahrt von der L85 in das Gewerbegebiet Bußmatten sowie die Abfahrt auf die B3 nicht möglich.
Der Verkehr wird über die Weissgärber-Kreuzung und die K9608 auf die B3 umgeleitet. Die ausgeschilderte Strecke gilt sowohl in Richtung Bühl als auch in der Gegenrichtung zur Autobahn und nach Rheinmünster.
Eine zweite Maßnahme beginnt am Montag, 14. September, und dauert bis Freitag, 25. September 2026.
In diesem Zeitraum wird die Asphaltdecke am Kreisverkehr Mattenmühle bei Altschweier erneuert.
Während der Arbeiten sind die Einfahrt in die Bühlertalstraße und die Auffahrt in den Kreisverkehr nicht möglich.
Der Verkehr wird über die Bühlertalstraße in Richtung Ortsverwaltung Altschweier und dort über die Ampel auf die L83 geführt. Für Fahrzeuge von der Autobahn gilt die Umleitung in umgekehrter Richtung.
Die Einfahrt in das Gewerbegebiet Mattenmühle bleibt grundsätzlich möglich.
Lediglich beim Abfräsen der alten und beim Einbau der neuen Fahrbahndecke muss die Zufahrt für kurze Zeit gesperrt werden. Wann genau das passiert, will das Landratsamt noch bekannt geben.
Grund für beide Sanierungen sind Ausbrüche in der vorhandenen Asphaltschicht. An den Baustellen wird der Verkehr teilweise mit Ampeln geregelt, die jeweiligen Umleitungsstrecken sind ausgeschildert.