Nächste Schritte zur Sanierung des Büchenbronner Aussichtsturms

04. November 2026 , 04:35 Uhr

Pforzheim (pm/tk) – Der Büchenbronner Aussichtsturm soll denkmalgerecht saniert und wieder für die Öffentlichkeit zugänglich werden. Welche Schäden dafür behoben werden müssen und wie die nächsten Schritte aussehen, erläuterte Baubürgermeister Tobias Volle bei einem Vor-Ort-Termin.

Volle: „Wahrzeichen erhalten und wieder zugänglich machen“

Gemeinsam mit den beteiligten Fachleuten stellte er interessierten Mitgliedern des Gemeinderats und des Ortschaftsrats Büchenbronn die gutachterlichen Erkenntnisse und den aktuellen Planungsstand vor. „Wir wollen dieses historische Wahrzeichen erhalten und wieder sicher zugänglich machen“, betonte Volle. „Dafür müssen wir seine besondere Konstruktion und die Anforderungen des Denkmalschutzes zusammenbringen.“

Baujahr 1883

Der 1883 errichtete, gut 26 Meter hohe Aussichtsturm ist seit 1974 im Eigentum der Stadt Pforzheim. Seine Aussichtsplattform liegt auf einer Höhe von 24,75 Metern. Als technisches Kulturdenkmal, Wahrzeichen des Stadtteils und Ausflugsziel hat er eine besondere Bedeutung für Büchenbronn und den Naherholungsraum. Seine filigrane Konstruktion aus vorgefertigten Metallbauteilen macht ihn auch zu einem besonderen Zeugnis der Industriegeschichte.

Im Laufe seiner Geschichte wurde er mehrfach instandgesetzt, unter anderem umfassend in den Jahren 1957 und 1958 sowie erneut 1984. Nach dem Sturm Lothar folgten im Jahr 2000 Reparaturen und Austauscharbeiten im oberen Turmdrittel.

Erhebliche Sicherheitsheitsmängel

Eine Sicherheitsüberprüfung im Oktober 2024 hatte erhebliche Schäden an der Konstruktion ergeben. Daraufhin musste der Turm gesperrt werden. Um den Gesamtzustand genauer beurteilen zu lassen, beauftragte das städtische Gebäudemanagement das Fachbüro Mirow/Schmidtke mit einer vertieften Untersuchung. Das Gutachten vom 1. August 2025 bestätigte den erheblichen Sanierungsbedarf. Unter anderem ist eine Stütze stark verformt, Verbindungsstellen gebrochen und erhebliche Rostschäden festgestellt worden. „Einzelne Reparaturen reichen hier nicht aus“, erklärte Volle. „Wir brauchen ein Gesamtkonzept, das den Turm als Denkmal bewahrt und seine sichere Nutzung dauerhaft ermöglicht.“ Eine Wiedereröffnung ist erst nach einer umfassenden Sanierung möglich.

Sanierungsplanung steht an

Die Stadt hat die Planungsleistungen bereits ausgeschrieben und wählt derzeit ein geeignetes Fachplanungsbüro aus. Nach der Vergabe soll bis Mitte 2027 ein Sanierungskonzept erarbeitet werden, das eng mit dem Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt wird. Auch die spätere bauliche Umsetzung muss in enger Abstimmung mit dem Landesamt erfolgen.

Nach Abschluss der Planung soll der Gemeinderat über die denkmalgerechte Sanierung entscheiden. Auf Grundlage dieses Beschlusses können anschließend Fördermittel beantragt werden. „Unser Ziel ist klar. Der Weg dorthin braucht eine sorgfältige Planung, die politischen Beschlüsse und eine gesicherte Finanzierung“, so Volle. Bis zur Sanierung bleibt der Aussichtsturm gesperrt.

Anzeige
Aussichtsturm Büchenbronn Bürgermeister Denkmal Finanzierung Mängel Ortschaftsrat Pforzheim Planung Sanierung Schaden Stadt Tobias Volle Wahrzeichen

Das könnte Dich auch interessieren

07.09.2026 Aussichtsturm Büchenbronn bekommt massive Absperrung Pforzheim (pm/dk) - Der Büchenbronner Aussichtsturm ist aktuell kaum noch zu sehen: Eine massive Einhausung sichert das historische Bauwerk jetzt rundherum ab. Die Stadt Pforzheim reagiert damit auf wiederholte unerlaubte Zutritte. Langfristig soll der Turm denkmalgerecht saniert und wieder geöffnet werden. 11.08.2026 Pforzheim verlängert Online-Bürgerbeteiligung zu einer möglichen Landesgartenschau Pforzheim (pm/tk) - Soll sich die Goldstadt für eine Landesgartenschau bewerben? Und wenn ja, was wünschen sich die Bürger? Die Stadt will's wissen! 25.06.2026 Frank Fillbrunn bleibt Sozialbürgermeister in Pforzheim Pforzheim (pm/tk - Frank Fillbrunn ist im zweiten Wahlgang als Bürgermeister für Bildung, Soziales, Sport sowie das Jobcenter Pforzheim wiedergewählt worden. 21.10.2026 Schiller-Gymnasium ist erste „Fairtrade School“ in Pforzheim Pforzheim (pm/dk) - Premiere in Pforzheim: Das Schiller-Gymnasium ist als erste Schule der Stadt mit dem Titel „Fairtrade School“ ausgezeichnet worden. Gewürdigt wird damit das Engagement der Schulgemeinschaft für fairen Handel, Nachhaltigkeit und verantwortungsbewussten Konsum.