Illingen (pol/tk) – In mehreren Bundesländern sind manipulierte Halloween-Süßigkeiten aufgetaucht – nun wird auch ein Fall aus dem Enzkreis gemeldet. Auch in der Südpfalz wurden Fälle gemeldet. Die Polizei warnt vor möglichen Gefahren beim Verzehr. Eltern werden gebeten die gesammelten Süßigkeiten ihrer Kinder vorsichtshalber sorgfältig zu überprüfen.
Am Halloweenabend, 31. Oktober, waren Kinder in Illingen im Enzkreis unterwegs und sammelten Süßigkeiten bei Anwohnern. Teilweise nahmen sie diese auch aus bereitgestellten Behältern.
Am darauffolgenden Abend entdeckte eine Mutter in einem Schokoriegel eines Discounters eine Nadel. Diese war offenbar von außen durch die Verpackung geschoben worden.
Glücklicherweise wurde der Schokoriegel nicht gegessen. Verletzt wurde niemand.
Der Polizeiposten Maulbronn hat Ermittlungen wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung aufgenommen.
Auch aus der Südpfalz wurden inzwischen weitere Fälle gemeldet.
In Dörrenbach hatte eine Elfjährige am Halloweenabend zwischen 18 und 20 Uhr im Bereich der Hauptstraße Süßigkeiten gesammelt.
Nachdem sie in den sozialen Medien von Metallteilen in Halloween-Süßigkeiten erfahren hatte, untersuchte sie ihre gesammelten Süßigkeiten mit einem Magneten.
Dabei entdeckte sie eine Nähnadel in einem Schokoriegel. Auch hier wurde niemand verletzt.
Ein weiterer Fall wurde aus Westheim in der Südpfalz bekannt.
Dort hatten zwei Mädchen im Alter von neun und zwölf Jahren am Halloweenabend zwischen 17:30 und 19:30 Uhr Süßigkeiten gesammelt.
Am Sonntag bemerkte die Zwölfjährige beim Essen eines Kaubonbons, dass sie auf etwas Metallisches gebissen hatte. Bei genauerem Hinsehen entdeckte sie einen Nagel im Bonbon.
Daraufhin kontrollierten die Mädchen ihre übrigen Süßigkeiten und fanden in einem weiteren Kaubonbon auch noch eine Tackernadel.
Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.
Bereits zuvor hatte eine Frau aus Ludwigshafen der Polizei gemeldet, dass sie in einer Halloween-Süßigkeit einen Nagel entdeckt hatte.
Damit sind inzwischen mehrere Fälle aus Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg bekannt geworden.
Ob die Vorfälle miteinander zusammenhängen, ist derzeit unklar. Auch die Herkunft der manipulierten Süßigkeiten konnte bislang nicht ermittelt werden.
Die Polizei prüft außerdem, ob ein Zusammenhang mit weiteren Fällen besteht, die bundesweit bekannt geworden sind.
In allen bekannt gewordenen Fällen aus der Südpfalz ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung.
Auch der Polizeiposten Maulbronn untersucht den Vorfall aus Illingen.
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Pforzheim waren zum Zeitpunkt der dortigen Meldung keine weiteren vergleichbaren Fälle aus dem Stadtkreis Pforzheim, dem Enzkreis sowie den Landkreisen Calw und Freudenstadt bekannt.
Die Polizei appelliert an Eltern und Erziehungsberechtigte, die gesammelten Halloween-Süßigkeiten ihrer Kinder vor dem Verzehr sorgfältig zu untersuchen.
Besonders geachtet werden sollte auf:
Süßigkeiten, deren Herkunft unbekannt ist, sollten im Zweifel entsorgt werden.
Wer eine möglicherweise manipulierte Süßigkeit entdeckt, sollte diese nicht essen und umgehend die Polizei informieren. Verdächtige Süßigkeiten sollten zusammen mit der Verpackung für die Ermittlungen aufbewahrt werden.