Karlsruhe (pm/dk) – Im Naturkundemuseum Karlsruhe gibt es besonderen Nachwuchs: Die beiden Schwarzspitzenriffhaie Karla und Amadeus sind Eltern geworden. Vier junge Haie kamen Anfang September zur Welt. Laut Museum war zwar eine Trächtigkeit vermutet worden, aufgrund des hohen Alters von Amadeus von 22 Jahren hatte es aber bis zuletzt Zweifel gegeben. Für das Museum ist das gleich aus mehreren Gründen ein besonderer Erfolg.
Am 6. September 2026 brachte Karla nach einer rund 14-monatigen Tragzeit vier lebende Jungtiere zur Welt. Seit Amadeus im Februar vergangenen Jahres ins Naturkundemuseum gekommen war, hatte man auf Nachwuchs gehofft – nun hat es geklappt.
Damit die jungen Haie nicht ihren Eltern zum Opfer fallen, wurden sie schnellstmöglich aus dem Haibecken genommen. Aktuell leben sie in einem großen Reservebecken im Keller des Vivariums.
Für Besucherinnen und Besucher sind die Jungtiere deshalb vorerst noch nicht zu sehen. Das Museum will aber regelmäßig Bilder und Informationen zu ihrer Entwicklung veröffentlichen.
Die Nachzucht gilt als besonderer Erfolg, weil Schwarzspitzenriffhaie in der Natur als bedroht gelten. Die Tiere sind stark an Korallenriffe gebunden und verlieren durch das Absterben der Riffe im Zuge des Klimawandels wichtige Lebensräume.
Hinzu kommt, dass viele Schwarzspitzenriffhaie als Beifang in Stellnetzen sterben. Sie verfangen sich dort in den Maschen und ersticken.
Dass es nun tatsächlich Nachwuchs gibt, war offenbar nicht selbstverständlich. Laut Museum war zwar eine Trächtigkeit vermutet worden, aufgrund des hohen Alters von Amadeus von 22 Jahren hatte es aber bis zuletzt Zweifel gegeben.
Die vier Jungtiere sind nun Teil der Reservepopulation der Schwarzspitzenriffhaie und leisten damit einen Beitrag zum Artenschutz.