Baden-Baden (tk) – Die Schwarzwaldhochstraße gilt als eine der schönsten und beliebtesten Motorrad-Strecken. Leider kommt es auf der B500 immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen wegen überhöhter Geschwindigkeit. Vier Unfälle endeten in diesem bereits tödlich – die Polizei und Kommunen wollen das nicht länger hinnehmen.
In Baden-Baden haben sich Vertreter mehrerer Kommunen entlang der B500 sowie sowie der Polizei zu einem Runden Tisch getroffen. Ziel war es, Maßnahmen für eine Verringerung der Zahl von schweren Verkehrsunfällen mit Motorradfahrern zu beraten. Darüber hat der SWR als erstes berichtet.
Baden-Badens Oberbürgermeister Thomas Jung brachte unter anderem die sogenannte Halterhaftung ins Gespräch. Bisher ist es oft so, dass Biker, die geblitzt wurden, nicht identifiziert werden können – wegen des Helms. Aber auch wenn über Kennzeichen die Halter ermittelt werden, können die sagen, dass sie gar nicht gefahren seien.
Dies gesetzlich zu ändern, wäre ein wichtiger Schritt, so Jung. Allerdings ist das einen Forderung an den Gesetzgeber.
Was die Kommunen selber anpacken können, sind baulichen Veränderungen. So wurde beim Runden Tisch über sogenannte Rüttelstreifen diskutiert. Die könnten auf besonders gefährlichen Abschnitten der B500 aufgebracht werden und sollen Motorradfahrer zwingen, langsamer zu fahren.
Konkrete Maßnahmen sollen im November beschlossen werden. Bis dahin soll es einen weiteren Runden Tisch zur Unfallproblematik auf der Schwarzwaldhochstraße geben. Das Thema werde auch vom Land beim Verkehrs- und Innenministerium beobachtet, versicherte OB Jung.