Nach tödlichem Unfall auf der B500: Polizei kündigt mehr Motorradkontrollen an

02. September 2026 , 15:36 Uhr

Baden-Baden (dpa/pol/dk) – Nach dem schweren Motorradunfall auf der Schwarzwaldhochstraße mit zwei Toten reagiert die Polizei mit zusätzlichen Kontrollen. An den kommenden Wochenenden sollen auf der B500 und weiteren beliebten Motorradstrecken verstärkt Geschwindigkeit und Fahrverhalten überprüft werden.

Zwei Motorradfahrer starben am Sonntag

Am Sonntag waren auf der B500 nahe Bühl im Bereich Sand eine 18-jährige Motorradfahrerin und ein 41 Jahre alter Motorradfahrer ums Leben gekommen.

Nach Polizeiangaben war die 18-Jährige mit ihrer Kawasaki vom Mummelsee in Richtung Baden-Baden unterwegs. Im Bereich Sand wollte sie mutmaßlich nach links auf einen Parkplatz abbiegen und übersah dabei aus bislang ungeklärten Gründen den entgegenkommenden 41-Jährigen auf einer Ducati.

Beide wurden bei der Kollision so schwer verletzt, dass sie noch an der Unfallstelle starben.

Mehr Kontrollen an den kommenden Wochenenden

Nach dem jüngsten Unfall will das Polizeipräsidium Offenburg den Kontrolldruck erhöhen.

An den kommenden Wochenenden sollen zusätzliche Kontrollen auf der B500 und auf weiteren Motorradstrecken stattfinden.

Die Schwarzwaldhochstraße ist wegen ihrer Kurven und Panoramen bei Motorradfahrern besonders beliebt. Die rund 65 Kilometer lange Strecke verläuft zwischen Baden-Baden und Freudenstadt.

Gleichzeitig gehört sie nach Angaben der Polizei auch zu den Straßen mit besonders vielen Unfällen. Als häufigste Ursache nennt die Polizei überhöhte Geschwindigkeit.

Polizei warnt vor „Fahren am Limit“

Martin Plate, Leiter der Schutzpolizeidirektion des Polizeipräsidiums Offenburg, zeigt sich nach den schweren Unfällen betroffen.

„Wir stellen leider fest, dass teilweise sehr viel Unvernunft und Fahren am Limit mit dem Leben bezahlt wird“, sagte Plate. „Das macht traurig, betroffen und lässt einen sprachlos zurück.“

Bereits zwölf Motorradfahrer in diesem Jahr gestorben

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Offenburg sind in diesem Jahr bereits mehr Menschen im Straßenverkehr ums Leben gekommen als in jedem kompletten Jahr seit 2022.

Bis Ende August starben nach Angaben der Polizei 33 Menschen auf den Straßen. Zwölf von ihnen waren Motorradfahrer.

Zum Vergleich: Im gesamten Vorjahr kamen dort 28 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben.

Mit den zusätzlichen Kontrollen will die Polizei nun insbesondere auf stark frequentierten Motorradstrecken gegensteuern.

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